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Gedanken einer Schauspielerin

Hat der BFFS das Zeug zur Serie?

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In den letzten Wochen haben manche hierzulande oder in der Onlinewelt das Brexit-Spektakel in London mit einer Fernsehserie verglichen, die schon seit mehreren Staffeln das Publikum in Atem hält. Es wurden Plottwists bewertet und über neue Figuren und Handlungsstränge spekuliert. Das ist nicht die einzige Parallele zum BFFS, der umso mehr unterhält, je weniger man fürchten muss von den Auswirkungen der tatsächlichen oder fehlenden Verbandspolitik betroffen zu sein.

BFFS: Fact and Fiction

Hat der BFFS das Zeug zu einer Fernsehserie? Oder zu einer Reihe von 60- oder 90-Minütern? Davon handelt der heutige Text, der in einzelne Episoden unterteilt ist, Zeitsprünge und Rückblenden inklusive. Unvollständig. Ein erster Entwurf.

BFFS – DIE SERIE handelt von Macht und Manipulation, und ist in der Glamourwelt des Films und ihren Schattenseiten angesiedelt – aber nicht nur da.
Also ein ähnliches Thema wie zum Beispiel DER DENVER-CLAN (Ölbranche. USA, 9 Staffeln mit insg. 218 45-min. Folgen, 1981-89) und BAD BANKS (Finanzwelt. D / LUX, bislang 1 Staffel mit 6 ca. 50-min. Folgen, 2018).
Ich werde am Rande auch einen kurzen Blick auf das Potenzial von BFFS – DIE SERIE als Comedyformat werfen, wo es sich anbietet.

Die Patriarchen

Dass die Hauptfiguren / die autokratischen Vorstandsmänner eher unsympathisch rüber kommen muss nicht unbedingt schaden und ist auch kein Seriennovum. Gehen wir zurück zum erwähnten DENVER-CLAN. Dort steht der alte, megareiche Partriarch Blake Carrington im Zentrum, ein skrupelloser Businessmann mit aggressiven Zügen und Kontrollzwang. Er lässt seine junge zweite Frau Krystle (die ehemalige Sekretärin) überwachen, stellt sie regelmäßig auf die Probe, macht Psychospielchen mit ihr, vergewaltigt sie als sie einmal keinen Sex mit ihm will. Den Lover seiner Tochter Fallon lässt er zusammenschlagen, den Exlover seines schwulen Sohns Steven tötet er fahrlässig und gegen den Sohn, der zwischenzeitlich ein Kind gezeugt hatte (das waren die 80er, da schwankte der Schwule im Film zwischen schwul und hetero hin und her) strebte er einen Sorgerechtsstreit um seinen Enkel an. Beruflich trat er aggressiv auf, lehnte Kooperationen mit anderen ab und war eigentlich darauf aus, alle Gegner platt zu machen oder aufzukaufen. Seine zweite Frau liebte ihn natürlich trotzdem, fast die ganze Zeit. Mehr erinnere ich gerade nicht, wir hatten vor ein paar Monaten mal die ersten beiden Staffeln gebingt.

Aber wie gesagt, das waren die 1980er. Ein reiner Männerhauptcast (BFFS-Vorstandsmänner) mit Frauen als Staffage (Vorstandsfrauen) passt dramaturgisch eigentlich schlecht in die Kreativbranche des 21. Jahrhunderts. Und in einer Branche, in der Teamarbeit fundamental ist – wir reden hier ja nicht von der Ölindustrie – einen Alleingang nach dem anderen zu betreiben und die gewöhnlichen Mitglieder vorrangig als Masse, Beitragszahlende sowie als fleißige Helfer*innen zu sehen…. Hm. Selbst in einer Serie wie BAD BANKS waren zwar alle irgendwie unsympathisch, aber niemand so einseitig. Auch den Hauptanwalt der Serie – den Justiziar des Vorstands – würde man heute eigentlich mit einer Frau besetzen, das ist gut, endlich einmal eine böse Frauenfigur. Aber neben den alten weißen Männern einen weiteren alten weißen Mann, der knallhart agiert und gleichzeitig gewissermaßen vom System profitiert (div. Geschäftsführungs- und andere Posten, eine ausgelastete Kanzlei und eine gut finanzierte Bürogemeinschaft), das ist alles zu glatt.

Gut, man könnte in den Vorstand einen Guten als Sympathieträger und einen Nerd als Comic Relief einbauen, Hahnenkämpfe erfinden, Mobbing, gar einen Aufstand der Vorstandsfrauen (häufig überlieferter Satz: „da muss ich die Männer fragen“), Schicksalsschläge und Affairen, – da könnte noch einiges die Monotonie aufbrechen. Oder es wird eine Comedy, da bleiben Figuren ja auch meistens ein bisschen stereotyp und entwickeln sich nicht weiter. Aber selbst da wären vermutlich „die da oben“ die Bösen, und die Sympathie läge bei den Kleinen. Wobei die ,Bösen‘ durch Humor punkten könnten. Aber das kommt in der Realität bislang nicht vor.

Es ist übrigens fraglich, ob das Hauptpersonal der Serie in 12 oder 13 Jahren nicht ausgewechselt würde. Es nutzt sich schon etwas ab weil sich so wenig verändert. Dazu kommt, dass die neu dazugekommen weiblichen Episodennebenrollen noch ziemlich blass sind. Auch was ihre Dialoge betrifft scheint den Autoren nicht viel eingefallen zu sein, sie klingen wie aus dem Mund der männlichen Hauptrollen, und wirken durch die wiederholte Verwendung einzelner Textpassagen (Textbausteine) etwas hölzern. 

Good Cop, Bad Cop

Die Serie hat ja nicht eine Figur im Zentrum (wobei das natürlich möglich wäre: der Strippenzieher), sondern ein kleines Ensemble. Und für dieses bietet sich auch noch eine Good Cop,Bad Cop-Variante an, der Aggressive und der Geringschätzende. Die wurden auf der letzten MV im Mai sehr eindrücklich von Hans Werner Meyer (,Mein Sachargument: ich brülle‘) und Heinrich Schafmeister dargestellt. Letzterer spricht Mitglieder grundsätzlich nur mit bzw. als „Kinder“ an. Und warum war den beiden Versammlungsleitern eigentlich nicht möglich, die beleidigenden und aggressiven Angriffe gegen einzelne Mitglieder zu unterbinden? Vielleicht, weil sie selber deutlich oder versteckt aggressiv agierten? Bei Schafmeister kam noch etwas anderes, leicht befremdliches dazu, was sich aber auch wieder für die Serie gut ausbauen lässt. Manipulation und Verbiegen von Tatsachen.

So gab es eine Abstimmung (über die Mitgliedsbeiträge), wo er Ja und Enthaltungen (s.u., die sind für die Tonne) abstimmen ließ. Und dann sagte er „der Rest ist also für den Vorstandsvorschlag“. Originell! Denn der lag überhaupt nicht vor. Ebenso manipulativ oder tatsachenverdrehend ist sein Bericht über die MV und die Abstimmungsergebnisse hinterher. Es lagen Anträge mit verständlichem Inhalt vor, über die abgestimmt wurde. Was er aber beschreibt sind seine subjektiven Interpretationen des Mitgliederwillens. Oder Wunschdenken. Etwas schwierig für diejenigen die das lesen, und die Anträge nicht daneben liegen haben. Ich kann als BFFS-Mitglied sagen, dass ich so ein Verhalten höchst unangemessen finde. Aber für die Serie! Toll! Alles, was die Machtversessenheit und den Charakter der Hauptfiguren erhöht, treibt die Story voran. Ich merke übrigens gerade, dass das eher Bad Cop, Bad Cop ist. Müsste man für die Serie also noch umschreiben. Oder verstärken, Bad Cop, Worse Cop.

Dies bietet also wenig Ansatz, den Vorstand in einem positiven Licht erscheinen zu lassen. Ich sehe schon, es wird für die Serie auf die Variante Blake Carrington hinauslaufen. Immerhin, dessen CLAN lief über 9 Staffeln, also ein altes Erfolgskonzept. Ob das auch heute noch funktioniert in TV oder Stream?

Der Plot

Hot Stuff! Die Welt der Stars! Tolle Ausstattung, atemberaubende Kostüme! Film- und Theaterpremieren, Preisverleihungen, Klatsch, Drogen (Kokain und Alkohol lassen sich immer einbauen), und daneben die Kleinen, die, die es noch nicht geschafft haben, oder die mal wer waren aber aussortiert wurden von der Film- und Fernsehwelt – die liefern die Verbindung zum ,normalen‘ Leben, denn diese armen Schlucker müssen ja von etwas leben, von Minijobs, einer schmalen Rente, Kellnern oder Zweitausbildungen (Coaching, Pflegeberuf, Yogalehrer*in), vom Sozialamt oder Jobcenter. Da steckt viel erzählerisches Potenzial für die einzelnen Episoden und die Erlebnisse der Hauptfiguren drin. Womit wir schon beim Ausgangspunkt der Serie BFFS wären:

Satzung § 1 (3) Der Zweck des BFFS ist, die berufsständigen, berufsrechtlichen sowie die gewerkschaftlichen Interessen der in der Bundesrepublik tätigen Schauspielerinnen und Schauspieler zu vertreten. Dazu arbeitet der BFFS an der Verbesserung bzw. Schaffung der kulturellen, gesellschaftlichen, politischen, rechtlichen, tariflichen und sozialen Rahmenbedingungen, die sowohl den einzigartigen Schauspielberuf schützen, bewahren und fördern als auch die besondere Lebens- und Erwerbssituation der Künstlerinnen und Künstler berücksichtigen, die diesen Schauspielberuf ausüben.

Das klingt gut! Vielleicht ein bisschen zu utopisch und homogen.

Wobei, die Schauspielerinnen und Schauspieler bilden selbstredend keine einheitliche Gruppe, es gibt einige wenige schillernde Reiche (die Vielbeschäftigten, Promis, Hauptrollendarsteller*innen u.a.m.), die sich ihre Rollen, die Maske und gar die Regie aussuchen können. Und die Masse der chronisch Unterbeschäftigten, die im Schatten. Jene deren Lebens- und Erwerbssituation sehr schlecht und von zu wenig Arbeit, Dumping- und Sondergagen, Nebenjobs oder Hartz IV-Aufstockung bestimmt wird, von Machtlosigkeit und fehlendem Einfluss. Das ist eine spannende Konstellation. Solidarität oder Egoismus? Neid oder devote Akzeptanz? Da gibt es viele Optionen. (Comedypotenzial: das Spiel mit den alten Klischees, à la Marie Antoinette („wenn sie kein Brot haben sollen sie Kuchen essen“ – allerdings hat sie das tatsächlich nie gesagt, es wird ihr nur gerne zugeschrieben) oder lebenunstüchtiger Promi („Was bedeutet ,Fahrschein entwerten?“) und patente arbeitslose Künstler*in. Naja, nicht wirklich neu.

Weiteres Konfliktpotenzial bietet der Kampf der Geschlechter, aber weniger gegeneinander als nebeneinander: das Gefälle** zwischen den – zunächst binären – Geschlechtern, mit Frauen, für die es deutlich weniger Rollenangebote gibt als für die Männer, mit niedrigeren Gagen, weniger Text und einer Karriere, die mit 40 auch schon wieder vorbei ist. – Das kennt Ihr aus der Realität, u.a. wenn Ihr mein Blog schon länger lest.

** Nach einer vom BFFS initiierten Untersuchung von Andrea Bührmann u.a. (2010) hatten 72 % der befragten Schauspielerinnen und 64,7 % der Schauspieler 2009 ein Bruttojahreseinkommen von weniger als 30.240 € (aus Film-, Theater- und Synchronarbeit usw). 18,5 % der Männer und 25,7 % der Frauen ihren Lebensunterhalt nicht vom Schauspielen bestreiten. (Siehe auch Kino, Kinder, Karriere?).    

Wobei, das ist mir aufgefallen, diese Studie wurde nicht wirklich in den Plot eingebaut, d.h. sie hat keine Handeln der Vorstandsprotagonisten ausgelöst, Plant and Pay Off hätte da stärker rausgearbeitet werden können. Aber vielleicht planen die Autoren bereits eine Sequeluntersuchung. Ich schreibe Autoren weil ich fürchte, dass ähnlich wie im TATORT der Anteil der Autorinnen bei der real existierenden BFFS Serie verschwindend gering ist (siehe auch TATORTE und Standorte, was läuft FM-mäßig?)

Der BFFS-Cast: Repräsentanz und Diversität 

Angeregt und respektvoll diskutierten die Besucher*innen des Berliner Stammtischtreffens darüber, was wir brauchen: Sichtbarkeit und Repräsentanz unserer diversen Gesellschaft, Kampfgeist, Diskurs, Austausch und Mut. Wir benötigen sichtbare Role-Models in den Medien und somit in unserer Gesellschaft. (…) Der BFFS wird weiterhin den Austausch suchen und das Ziel einer Etablierung einer diversen Film- und Fernsehlandschaft voller Tatkraft verfolgen.
Aus der Meldung „Queer Media meets BFFS“ vom 2. August 19

Auch das klingt gut in vielerlei Hinsicht! Na gut, was die Sichtbarkeit und Repräsentanz unserer diversen Gesellschaft – oder der diversen Mitgliedschaft – zum Beispiel im Vorstand des BFFS, dem Beirat und der Geschäftsführung betrifft, besteht noch ein klein bisschen Luft nach oben. Und auch das mit dem angeregten, respektvollen Diskutieren funktioniert noch nicht hundertprozentig, wenn unsere Mitgliederversammlungen, beispielsweise die im Mai 2019 sowie einige Stammtische mit Vorstandsmännerbesuch dafür ein Gradmesser sind. Aber der BFFS sucht weiterhin den Austausch, auch intern. Also können wir uns auf aufgeschlossenere Diskussionen freuen, und auf einen Austausch der Besetzung diverser Verbandsposten. Irgendwann einmal.

Auch auf anderen, eher dienenden aber sehr kreativen Posten – Stammtischpat*innen zum Beispiel, böte es sich an, mehr Diversität zu besetzen. Das entspräche einem modernen Serienformat.

Es sei denn, es ist gerade das Konzept, Geschlechtergerechtigkeit und Diversität nach außen zu proklamieren, aber nach innen nicht zu leben. Das böte wiederum Abwechslung im Plot: so könnten zum Beispiel Freunde (oder Freundinnen) aus der Branche sagen: „Wir wollen keine Stellvertreterpolitik! Und wir verhandeln / kooperieren nicht mehr mit Euch, wenn Ihr nur Männer schickt.“ Das könnte mit Fug und Recht Pro Quote Film sagen – analog zu der Selbstverpflichtung vieler Speaker*innen, nicht an Panels teilzunehmen, auf denen keine (weiteren) Frauen sitzen. Ein schöner Konflikt für die Serie! Die Vertreterin ließe eine wichtige Verhandlung, eine Pressekonferenz, die Unterschrift unter eine Aktion platzen, weil der BFFS wieder nur von einem Mann vertreten wird. Cliffhanger! Schlusstitel. Und dann? Die nächste Folge könnte mit einer heimlichen Affaire der PQF-Frau und dem BFFS-Mann beginnen (die Soapvariante). Oder zu einer Feindschaft der beiden Organisationen führen („Wir lassen uns von Euch nichts vorschreiben….“) oder zu einem Sinnenswandel beim BFFS (quasi ein spätes Coming-of-Age-Drama. Wobei, dass Macker durch die richtige Frau bekehrt werden ist im Film auch nicht gerade neu).

Das Leben schreibt bekanntlich die besten Pointen, und so liefert der echte BFFS eine andere, weitere, noch nicht so verbrauchte dramaturgische Anregung für den Plot. Und zwar hörte ich um mehrere Ecken – also ohne Gewähr – dass der BFFS von einiger Zeit seine AG Gender aufgelöst und durch ein Ressort Gleichstellung ersetzt hatte. Das Gerücht lautet weiter, dass ein männliches Vorstandsmitglied die Meinung verträte, bei den 2017 bekannt gewordenen Fällen sexuellen Missbrauchs innerhalb der Filmbranche handelt es sich einfach um Machtmissbrauch, der mit dem Geschlecht der Beteiligten nichts zu tun habe, denn: gäbe es mehr Frauen in Machtpositionen dann würde es auch mehr Frauen geben, die Männer sexuell missbrauchen. Steile These! In der seriellen Figurenentwicklung ließe sich bestimmt damit arbeiten. Und schließlich – falls die Figur irgendwann aus der Serie geschrieben wird, böte sich vielleicht als Spin-off eine Serie über die post-gender Piratenpartei an. Ja, wenn man erst einmal anfängt, über fiktionale Serien nachzudenken…

Wiederkehrende Elemente

In der (Comedy-)Serie ließen sich jede Menge Running Gags einbauen. Zum Beispiel, dass die herrschenden Vorstandsmänner immer sagen „Wir wollen ja gar nicht mehr Vorstand sein, wir würden so gerne aufhören, lieber heute als morgen“ – und dann beschließen sie eine weitere Satzungsänderung die ihre Macht festigt und es anderen Mitgliedern noch schwerer macht, ohne Zustimmung der regierenden Vorstandsmänner auch nur zu kandidieren oder sich sonst wie zu engagieren. Lustig! (in der Fiktion).

Etwas dramatischer: da könnten die mit jeglicher Macht ausgestatteten Vorständler leicht paranoide Züge entwickeln und eigene Mitglieder zusammenschlagen lassen (typisches TV-Motiv), oder deutlich harmloser, am Telefon unter Druck setzen. Oder wegen angeblichem Rufschädigung oder vermeintlicher Behinderung von Verhandlungen verklagen. Und dann gäbe es eine telegene Gerichtsverhandlung, wo die Vereins-/Vorstandsinteressen und das Recht auf Meinungsäußerung in die Waagschalen geworfen und gegeneinander abgewogen würden.

So ein Verklagen von eigenen Mitgliedern oder Branchenfreunden geht in einer Serie. In der Realität wirkt es doch stark übertrieben. Auch im BFFS wäre es überflüssig, denn da haben wir einen Schlichtungsausschuss zur Regelung von Konflikten unter Mitgliedern und von Konflikten zwischen Vorstand und Mitgliedern. Ach nee, stimmt gar nicht, das hatte ich in meinem Satzungsentwurf vorgeschlagen. Aber den hatten die Vorstandsmänner und ihr Anwalt ja leider abgefangen und den Mitgliedern vorenthalten. Schade. Aber für die Serie kommt so ein Verhalten natürlich richtig gut, wenn die ,Bösen‘ es an den Tag legen.

Warum  Donald Trump gewählt wurde

Der derzeitige US-Amerikanische Präsident liebt Sätze mit dem Adjektiv „greatest“, er hält nicht viel von Kompromissen – so stieg er bekanntermaßen aus dem Pariser Klimaschutzabkommen aus, er sucht keinen Dialog oder gar Zusammenarbeit mit Andersdenkenden in seiner Republikanischen oder der Demokratischen Partei, er hat keine  hohe Meinung von Frauen und seine Politik ist nicht dazu angelegt, die Situation von Benachteiligten, Alleinerziehenden, Armen, Menschen mit nicht-weißem Hintergrund oder nicht heteronormative Menschen rechtlich, politisch und gesellschaftlich zu verbessern. Aber das wissen wir ja alle und es hat auch nicht wirklich etwas mit dem BFFS, dem mitgliederstärksten Filmverband, zu tun. Ich erwähne Donald Trump bloß deshalb, weil kürzlich wohl ein BFFS-Mitglied auf Facbook andeutete, dass die Beschränkung der Amtszeit für US Presidents auf maximal lediglich zwei Wahlperioden / acht Jahre zur Wahl von Donald Trump geführt haben könnte. Dies schrieb sie als Mahnung gegen eine Beschränkung der maximalen Vorstandsamtszeit im BFFS. Ja, originell!

Zum Kontext: gemeinsam mit sieben Kolleg*innen habe ich einen Antrag auf Beschränkung der Amtszeit von BFFS-Vorstandsmitgliedern auf maximal acht Jahre am Stück gestellt – den Wortlaut und unsere Begründung findet Ihr hier (klick!). Und ja, es gibt aktuell drei Vorstandsmänner, die die acht Jahre schon weit überschritten haben – mit jeweils knapp 13 Jahren glaube ich. Die dürften dann nicht noch einmal kandidieren, blieben aber bis zur nächsten Wahl in einem oder drei Jahre im Amt (je nachdem, ob auch eine Verkürzung der Wahlperiode von vier auf zwei Jahre beschlossen würde). Da wäre viel drin, also für die Serie. Und sogar wenn es diesen Passus gäbe, mit der zeitlichen Begrenzung, Putin und andere haben gezeigt, dass man formale / konstitutionelle Vorgaben über den Haufen werfen kann. Und wenn wir uns die BFFS-Satzung der letzten sechs Jahre ansehen, wurde da so einiges umgeschrieben. Nun sollten Serien nicht zu kompliziert werden, gerade nicht in juristischen Dingen, andererseits war ja BAD BANKS sehr interessant und beliebt beim Publikum, obwohl die Finanzwelt nun wirklich kein Grundschulstoff ist. So denke ich, dass man auch in die BFFS SERIE heavy material wie zum Beispiel Satzungsgeschichten vereinzelt einstreuen kann. Und Sitzungen! Zum Beispiel Mitgliederversammlungen. Knochentrocken, aber wenn es doch Schauspieler*innen sind… Das wird dann sicher gut.

Zwei Herzen im Dreivierteltakt

Ihr kennt diese Vollmachten, dass jemand für Euch ein Paket abholen darf? In diesem Fall ist es eine Vollmacht, dass jemand für Euch abstimmt. In Eurem Sinne natürlich. Da gibt es auch wieder verschiedene Lager, nicht nur aber auch im BFFS (gut für unsere Serie!): die einen sagen „Vertrauen Vertrauen Vertrauen! Gebt eine Vollmacht ohne jegliche Vorgaben, die Person die sie ausführt (d.h. für Euch abstimmt) weiß schon was Ihr wollt und stimmt sicher in Eurem Sinne ab“. Und es gibt andere die sagen „Schreibt es auf!“ Die finden es sinnvoller, wenn auf der Vollmacht dieser Wille konkretisiert wird, d.h. zu jedem Antrag auf der Tagesordnungspunkt ein Ja oder Nein oder eine Enthaltung steht. Enthaltungen landen beim BFFS allerdings in der Tonne, gemäß § 9 (6) der Satzung werden sie als nicht abgegebene Stimmen gewertet. Egal, also entweder keine Vorgaben oder sehr konkrete – vereinfacht gesagt. Beides hat seine Vor- und Nachteile, und am einfachsten könnte es sein, dass jede/r selbst entscheidet, welche Vollmacht sie nehmen und das dann respektiert wird. Und da hapert es beim echten BFFS, was wiederum enormes Serienpotenzial hat. Die Wortgefechte! Die Enttäuschungen! Die Möglichkeiten! So könnte z.B. ein Vorstandsmann unter Mitgliedern diese Totalvollmachten verteilen und direkt unterschreiben lassen und wieder mitnehmen, natürlich ausgefüllt auf eine/n Empfänger/in der eigenen Wahl aus der eigenen Filterblase. Wobei, das gab es in echt schon. Wirklich schon filmreif, denn das führte dazu, dass bei der letzten MV im Mai eine Frau ca. 60 Voten vertrat. Es können auch 70 oder 80 gewesen sein, das müsste ich nachgucken. Und sie war noch nicht mal Schauspielerin und Mitglied des Verbands sondern Angestellte der Geschäftsstelle. Und setzte diese Stimmen absolut homogen ein. Weil alle wirklich völlig das gleiche wollten? Oder dachten „mach Du mal, das passt dann schon (zur Vorstandspolitik, die ich gut finde)“ oder „ich vertrau Dir und Du hast bestimmt die richtigen Ansichten“. Und damit konnte sie theoretisch jede Abstimmung fast im Alleingang entscheiden, denn auf der MV anwesend waren weniger und sie hatte dann vielleicht ¾ oder vielleicht 50 % aller Stimmen. Oder so ähnlich. Egal.

Wenn das ein Trend ist – und ich gehe davon aus, dass bei der ordentlichen MV am kommenden Sonntag 15.9. auch wieder wesentlich weniger Mitglieder tatsächlich anwesend sein werden als Vollmachten vorliegen – dann sollte man in vielen Punkten doch allmählich auf Onlineabstimmungen oder regionale Beschlussfassungen umsteigen und sich das Vollmachten ausfüllen sparen. Serienpotenzial: Konflikt zwischen der digitalen und der nicht-digitalen Fraktion. Comedypotenzial: irgendetwas, das an die lustige Stimmenauszählung in Florida vor vielen vielen Jahren erinnert, wo nachgezählt werden musste und die Leute immer so Pappstreifen mit durchgestanzten Punkten gegen das Licht hielten.

Achso, das mit der Angestellten, die Stimmen vertreten darf, steht auch wieder in der erstaunlichen Satzung des BFFS, und ebenso, dass die Zahl der übertragenen Stimmen auf eine Person unbegrenzt ist. Heikel? Ja, finden einige (ich übrigens auch), und so haben wir neulich zu fünft dazu einen Antrag formuliert (klick!).

Das hätte auch wieder fiktionales Potenzial. Neben der genannten Vollmachtformularverteilung könnte es noch zugespitzt werden auf gefälschte Unterschriften (von Karteileichen aus der Mitgliederkartei, die Mitgliedsnummer und Adresse ließe sich in der Serie über einen simplen Hack knacken) und anderes mehr. Das echte BFFS-Leben hält eine weitere Plotvariante bereit, mit der ich nicht gerechnet hätte. Um die geht es in der nächsten Episode.

Ein ganz normaler Vorgang

Ein wichtiger Punkt auf Mitgliederversammlungen der meisten Vereine ist die Entlastung des Vorstands. Was steckt eigentlich dahinter? Nichts Dramatisches. Das ist einfach nur die Entscheidung des zuständigen Organs – im Falle unseres BFFS ist das die Mitgliederversammlung – darüber, ob es bzw. sie mit der Geschäftsführung des Vereins bzw. Verbandes einverstanden war. Man kann sich auch fragen, was der Vorstand im Berichtszeitraum – in unserem Fall im vergangenen Kalenderjahr – getan, um die Vereinsziele zu verwirklichen. Es ist dabei auch überhaupt nicht schlimm, wenn keine 100 % Entlastung erreicht wird, wir sind ja nicht in Nordkorea! Im Gegenteil! Alle im Gleichschritt mag für manche ein schöner Anblick sein, aber pluralistisch und auch dramaturgisch aufregend ist es eher nicht. Umso erstaunlicher vielleicht, dass einige BFFS-Mitglieder Schwierigkeiten haben, auf der ordentlichen MV am 15.9. ihr Nein-Votum per Stimmrechtsübertragung einzubringen. Eher: einbringen zu lassen.

Ich hörte von Kolleg*innen, die den Stimmrechtnehmer*innen – das sind die Leute, die tatsächlich zur MV fahren werden – Rede und Antwort stehen mussten, warum sie bei der Entlastung Nein stimmen wollen, und sich sagen lassen mussten, dass das ja eigentlich nicht geht, wo sie doch an der MV gar nicht teilnehmen, und folglich die Vorstellung des Geschäftsberichts durch den Vorstand nicht miterleben oder kommentieren können. Und denen allerhöchstens eine Enthaltung statt dem Nein in Aussicht gestellt wurde. (you remember: that‘s the Stimme for the Tonne). Leute, es geht bloß um ein Nein! Es würde mich doch sehr überraschen, wenn es nicht genug Ja-Stimmen gibt, von Anwesenden und von organisierten Fernvoten. Sprich: der Vorstand wird sowieso entlastet. Und gleichzeitig gibt es friedlichen Protest, friedlichen Widerspruch, in Form von ein paar Nein-Stimmen. Pluralismus. So schlimm? Kann man denen nicht einfach ihre Meinungsfreiheit, ihre von der überwältigenden Mehrheit der mit dem Vorstand hochzufriedenen Kolleg*innen zugestehen? Und noch mal erinnert, es geht darum, ob die MV, d.h. die Mitglieder finden, dass der Vorstand gute Arbeit im Sinne des Verbands gemacht hat. Das ist nicht etwas zweifelsfrei Messbares. Denn sonst bräuchte es die Entlastung ja nicht. („wer 52 von 70 Punkten erreicht hat bestanden“). Habt Vertrauen! Ja, wir könnten doch einfach Mitgliedern vertrauen die sagen, dass sie nach gründlicher Prüfung einiger Vorgänge im Jahr 2018 oder aufgrund des Fehlens bestimmter Aktivitäten seitens des Vorstands mit Nein stimmen wollen. Wir alle erhalten in Auszügen Einblick in die umfangreichen Vorstandsaktivitäten auf Stammtischen und Veranstaltungen außerhalb des BFFS, über Newsletter, Rundmails und Gespräche mit Vorstands- und anderen Mitgliedern. Wobei manches seltsamerweise nicht berichtet wird. Aber wir bekommen ja auch von anderen Filmleuten Infos. Und auf all diesen Informationen basierend kommen dann manche Mitglieder zu ihrem Nein. Diejenigen, die ein Ja-Votum mitgeben, müssen die sich eigentlich dafür auch rechtfertigen?

Für die Serie wiederum ist es natürlich total cool, dass einigen Leuten ihr übertragenes Nein quasi verboten wurde. Mir wurde übrigens zugesagt, mein Nein abzustimmen. Danke! Was mir verweigert wurde ist die Verlesung der Erklärung meines Abstimmungsverhaltens (so was ist theoretisch auch laut den vom Vorstand verteilten Vollmachten erlaubt). Schade!

Es war übrigens gar nicht so leicht, jemanden zu finden, einfach weil kaum jemand zur MV fahren wird (u.a. weil der Termin ungünstig liegt und nicht früh kommuniziert wurde, und weil die Mitglieder keine Böcke mehr auf MVs haben). Ich dachte dann, dass es das Unkomplizierteste ist, wenn ich einer Angestellten der Geschäftsstelle für die Umsetzung meiner klar formulierten Voten bevollmachte. Und ihr die Erklärung mitgebe. Denn als Nicht-Mitglied und zudem als Angestellte unseres Vereins wird sie sich doch sicher neutral und allen Mitgliedern gegenüber gleich verhalten. Weit gefehlt! Sie lehnte aus inhaltlichen Gründen ab. Und – das ist schon wieder lustig – weil das auf der MV zu viel Zeit kosten würde. Denn wenn ich selber fahren könnte und die Erklärung selber abgebe geht es doch auch nicht schneller. Bei der letzten MV – wo es für sie und noch ein paar andere viele Stimmrechtsübertragungen gab – wurden gar keine Erklärungen verlesen. Kann also nicht so zeitintensiv sein, oder?

Aber in der Serie! Ja da… Da könnten dann ganz viele lange Erklärungen zu jedem Punkt vorgelesen werden. Das könnte man auf vielerlei Weise umsetzen. Zum Beispiel  als eine Art Geräuschkulisse, vor der dann die Vorstandsmänner die Köpfe zusammenstecken und den nächsten Coup planen. Oder in der Comedyvariante: im Hintergrund stehen die armen Mitglieder und Angestellten, die Erklärungen verlesen müssen, immer heiserer werden, und die paar anwesenden Mitglieder spielen Gameboy oder ordern Pizza – ach nee, noch besser, sie nehmen eine Ecasting-Szene auf die im Bundestag spielt oder so was, da passt dann das MV-Setting. Quasi die Sitzung in der Sitzung. Unbegrenzte Möglichkeiten.

Alexis takes Control of Denver Carrington

Diese Szene ist ein Serienklassiker (DENVER CLAN) und zugleich ein Sitzungsklassiker. Hier könnt Ihr sie sehen (klick!) Alexis Colby hat gerade so viele Anteile von Denver Carrington gekauft, dass sie jetzt das Sagen hat. Nein, es gibt natürlich überhaupt keine Parallele zum BFFS, zwar ist der Vorstand auch trotz der dazugeholten Frauen ein Männervorstand – dazu die beiden geschäftsführenden Justiziare und die beiden Männer im Beirat – aber es gibt keine mächtige Frau, die den Laden übernehmen und ihre Macht ausspielen und die Board Members bei Nichtzustimmung zu ihren Fusionsplänen rausschmeißen würde. Und der BFFS plant wohl auch keinen Zusammenschluss mit ebenbürtigen Organisationen, eher das Einverleiben von kleineren Verbänden was man so hört. Ist aber vermutlich übertrieben. Passt aber in die Serie. Und die Szene mit Alexis , der Mutter der eingangs erwähnten Fallon und Steven, ist natürlich trotzdem cool – und wird auch in anderen Filmen zitiert (z.B. in BIG BUSINESS), insofern darf sie in der Beschreibung einer Serie, in der es um Macht und Manipulation geht, nicht fehlen.

Zurück zum echten BFFS und meiner Erklärung, die ja wohl nicht verlesen wird, aber hier kann man sie nachlesen:

Ich kann den alten Vorstand für seine Arbeit 2018 nicht entlasten, da ich mit der inhaltlichen Ausrichtung sowie der Art und Weise seiner Geschäftsführung nicht einverstanden bin.

Die vom Vorstand vorgegebene Linie richtet sich nicht auf eine Verbesserung der beruflichen Situation der Mehrheit der Mitglieder, die zu wenig Arbeit haben und immer schlechtere Gagen und Honorare erhalten, sondern erfolgt zu oft nur zugunsten der vielbeschäftigten, oberen 5 % der Mitglieder. Dieses Ungleichgewicht spiegelt sich auch in unseren Mitgliedsbeiträgen: wer ein Jahresbrutto von 10.000 € hat zahlt 1,5 % davon, wer 100.000 € hat nur 0,4 % davon als Mitgliedsbeitrag.

Anstatt alle engagierten, kreativen Kräfte in unseren Verband für die Interessen der Schauspieler*innen zu nutzen und in die Arbeit und Strukturen des BFFS einzubinden wurde die Machtverlagerung von der MV auf den Vorstand sowie die Spaltung des Verbands auch 2018 weiter vorangetrieben, Das Modell der Listenwahl und die Art wie sie zustande kam ist ein Beispiel dafür.

Auch damit, dass der Vorstand schnell mit rechtlichen Schritten gegen eigene Mitglieder die nicht ,auf Linie‘ sind droht, oder gegen Andere aus der Branche, bin ich nicht einverstanden. Als Beispiel sei die Androhung einer Unterlassungsklage gegen Crew United im Zusammenhang der Vorstandswahl 2018 genannt, die uns zudem unnötige Rechtsanwaltskosten über eine externe Kanzlei bescherte.

Anstatt die Zusammenarbeit mit anderen Verbänden und Organisationen der Filmbranche zu suchen präferiert der Vorstand Alleingänge. Als Beispiel sei die Aussage eines Geschäftsführers von Castupload beim Berliner Stammtisch genannt, dass sie die Zusammenarbeit und den Input von verschiedenen Berufsgruppen gesucht hätten, so z.B. von Caster*innen. Die einzigen, die nicht reagiert hätten waren die vom BFFS. Dazu passt die Aussage eines Vorstandsmitglieds, dass eine eigene Castingdatenbank in BFFS-Hand erwogen wird. Alleingang statt Kooperation.

Aus diesen und weiteren Gründen kann ich den Vorstand nicht entlasten und stimme mit Nein.

Seriengeeignet? Ich denke nicht. Zu trocken, zu lang, zu monologisch, und im übrigen kommt das in einer Serie nicht so gut, wenn ein Statement von einer Abwesenden vorgelesen wird (womöglich noch von jemanden, der/die anderer Meinung ist und vielleicht nicht gut laut vorlesen kann, wobei, das hätte wiederum Comedypotenzial).

Allerdings gäbe es in einer Serie auch nicht das logistische Problem, dass zu einer MV eingeladen wird ohne vorher schon ein paar save-the-dates zu verschicken oder sonst wie sicherzustellen, dass alle rechtzeitig von dem Termin erfahren und auch kommen können. In Serien haben die Leute erstaunlich schicke Wohnungen und viel Geld, so dass sie nicht auf Supersparangebote der Bahn angewiesen sind. Und da würde die entsprechende Figur womöglich mit dem Privatjet eines Promis zur MV kommen. Wobei, sowas sollte man in heutigen Klimakrisezeiten nicht unbedingt drehen. Da kämen auch Vorstandsleute nicht gut weg, die von Köln nach München oder von Berlin nach Frankfurt fliegen, aber das ist rein hypothetisch.

Also, nehmen wir an es wäre eine Serie. Da würde die Figur ihr Nein-Statement etwas ,mündlicher‘ formuliert selbst auf der MV vortragen. Immer wieder unterbrochen durch Zwischenrufe, Zustimmung und Ablehnung (wir können uns dabei das britische Unterhaus vorstellen).

Und man könnte noch ein paar Signalwörter und rhetorische Bilder einbauen, und vielleicht wiederkehrende Fragen wie „Geschah das für uns alle? Oder für den Machterhalt einer kleinen Clique oder die Bereicherung der ohnehin schon Reichen?“ – wie gesagt, Serie! Unten und oben! Nicht meine Worte. Nicht meine Inhalte. Nicht mein Verein.

Und als Höhepunkt könnte die Figur auf den Fairnesspreis eingehen, den es wiederum tatsächlich gibt. Denn das Wort fair kommt immer gut und Glamour-Preisverleihungen auch, es könnten dort also kleine Szenen von der Preisverleihung zwischengeschnitten werden, roter Teppich, Bar, Party. Zum DSP bin ich übrigens auch nicht eingeladen. Aber ich kann es mir einigermaßen ausmalen.

  • Figur: Der Fairnespreis, ich frage Euch, war das fair? Es gibt schon lange den Fair Film Award, müssen wir in fremden Wassern fischen, müssen wir uns mit dem messen? So einen Namen wählen, so einen Preis erfinden?
  • Zwischenrufe: „Schwanzvergleich! Schwanzvergleich!“
  • Zwischenrufe „Unverschämtheit“ „Tretet doch aus, niemand braucht Euch!“
  • Figur: Wer mag uns denn überhaupt noch? Ich bin betrübt über das immer schlechtere Ansehen unseres Vereins in weiten Teilen der Branche.
  • Zwischenrufe: „Dann heul doch!“
  • Zwischenrufe: „Halt Du mal lieber die Klappe und lass sie ausreden!“
  • Figur: Und wenn ich erlebe, wie unsere Vorstandsmänner hier auftreten, und mir vorstelle, das machen sie überall, dann wundere ich mich nicht. So wie ich mich oft genug für deutsche Touris im Ausland schämen muss, schäme ich mich allmählich für…
  • Zwischenrufe und Tohuwabohu, vielleicht (Comedy) in Massenkeilerei endend. Alternativ: Abblende.

Wie gesagt, filmisch ist da einiges drin.

Der Offene Brief 2018

Die Mitgliederversammlungen vom BFFS sind sehr speziell. Als ich vor sechs Jahren oder wann das war Mitglied wurde, gab es diese „Wir texten Euch zu bis Ihr nicht mehr könnt“-MVs. Die fanden noch während der Berlinale statt, dauerten gefühlt 10 Stunden, und bestanden zu gefühlt 8 Stunden aus Monologen von Heinrich Schafmeister und Bernhard Störkmann. Immer mehr Mitglieder machten schlapp und gingen, so dass am Ende eine Handvoll übrig blieb, als endlich abgestimmt wurde oder auch Mitglieder ihre Belange vorbringen konnten. Dies wurde dann ersetzt durch Mitgliederversammlungen zu ohne auf Anhieb nachvollziehbar ausgewählten Terminen ohne offensichtlichen äußeren Anlass wie eine Berlinale, wo ja viele hinkommen, an den verschiedensten Orten. Selbst dann kamen immer noch Mitglieder hin, aber schon weniger. 2018 gab es dann die neue Variante, außerordentliche Mitgliederversammlungen en masse, in wechselnden Städten. Die mussten nicht mehr 4 Wochen im voraus angekündigt werden wie ordenttliche MVs. Zum Beispiel die berühmte MV in Frankfurt im Mai 2018, zu der mit 16 Tagen Vorlauf eingeladen wurde. Läuft! Da kamen dann wirklich wenige, so wenige, dass ihre Zahl nicht mal ins offizielle Protokoll aufgenommen wurde. Und dort wurden tiefgreifende Satzungsänderungen beschlossen, unter anderem das berühmte Listenwahlprinzip (niemand kann jetzt mehr alleine für den Vorstand kandidieren, es müssen Teams aus sieben Kandidierenden sein, die zudem verschiedene Berufsgruppen abdecken. So gab es bei der ersten Wahl dieser Art im Dezember 2018 auch nur ein Team, das antrat. Aber so anders als 4 Jahre zuvor war das auch wieder nicht. Da durfte zwar noch einzeln kandidiert werden, aber der alte Vorstand beschloss, das Ganze zu vereinfachen (denkt zurück, das war noch die Zeit der MV s nur in Berlin, die also sehr lange dauerten). Und so schlug unser Vorsitzender vor, dass wir einfach per Handzeichen über alle zusammen abstimmen sollten. Die MV wurde dann wie viele vielleicht denken mögen unnötig verlängert dadurch, dass eine Art Einzelwahl stattfand (Alle 6 damaligen Vorstandsmitglieder standen auf einem Zettel und man schrieb Ja, Nein oder Enthaltung dahinter. Wir erinnern uns, Enthaltungen gelten wie nicht abgestimmt, da hätte man sich auch die Tinte sparen können. Und einige Bemühte beispielsweise aus der Geschäftsstelle waren glaube ich damals auch noch als Wahlhelfer aufgetreten und raunten uns zu, dass die Sechs sowieso nur die Wahl annehmen würden, wenn sie alle Sechs wiedergewählt würden. Da war die Satzungsänderung von 2018 (die auf der MV mit den 16 Tagen Einladungsfrist) nur folgerichtig. Überhaupt, diese Satzung, die vom Vorstand konnten ja vielleicht gar nicht wissen, dass es zur Satzung eine außerordentliche MV geben würde, denn ich glaube, dass nicht alle von ihnen in der Satzungs-AG saßen. Deshalb konnte der Termin auch nicht länger vorher angekündigt werden. Das weiß ich aber tatsächlich nicht genau, denn unsere AGs sind so wichtig, dass wir Vereinsmitglieder selber oft nicht wissen, welche es gibt und wer darin mitarbeiten darf.

Zuviel Satzungskram ist für eine Serie absolut tödlich. Aber das ließe sich vielleicht in Zeitrafferflashbacks aufarbeiten. Oder in einem vertraulichen, bierseligen Tresengespräch knapp nacherzählen.

Jedenfalls, die Pointe: Zu der ersten offiziellen Teamwahl / Listenwahl im Dezember 2018 veröffentlichten einige (am Ende 30 oder 40? weiß nicht mehr) Mitglieder einen Offenen Brief, in dem sie ihr Unbehagen mit der Listenwahl zum Ausdruck brachten. Nichts Schlimmes finde ich. Andere sahen das anders, nämlich als Schädigung des Ansehens des Vereins? Inwiefern? Keine Ahnung, das wurde nicht begründet. Und dieser Vorwurf wird oft gebraucht, eigentlich immer, wenn nicht vorstandskonforme Meinungen geäußert werden. Aber immer ohne weitere Erklärung. Das Fernsehpublikum ist da womöglich kritischer als BFFS-Mitglieder, die wollen irgendwann wissen, was der Schaden sein soll – wenn das zu oft in Folgen erwähnt wird. Auch wieder Plant und Pay Off.

Zurück zum Offenen Brief. Es gab einige wütende Anrufe von Vorstandsmännern an Unterzeichner*innen, um sie zur Rücknahme ihrer Unterschrift zu bringen („drei Dinge kehren nie zurück, der geschossene Pfeil, die getätigte Unterschrift…“), und ein paar Unterlassungsklageandrohungen standen irgendwie auch im Raum. Monate später: Die ehemalige Wahlleitung brachte einen Antrag zur MV im Mai 2019 ein, dass der Offene Brief, oder das Drumherum, diskutiert und ggfs. nach strafenden Reaktionen (so formulier ich das mal) gesucht werden sollte. Die große Mehrheit der Mitglieder kannte den Offenen Brief überhaupt noch nicht, und auch durch die Einladung zur MV nicht, denn er wurde nicht mitgemailt. Das wurde abgelehnt, weil durch die „wiederholte Verbreitung des Offenen Briefes ohne kritische Einordnung“ (sic!) das Ansehen des Verbandes ein weiteres Mal geschädigt würde. Wie? Keine Ahnung. Es hieß, dass der offene Brief auf der MV verlesen würde, – denn wie sollten die Mitglieder auch sonst über ihn sprechen? Tja, das taten sie auch so, ohne dass der Brief verlesen wurde (ähnliche Begründung). Eine kurzes Meinungsbild zeigte, dass eine Mehrheit der Anwesenden den Brief nicht kannte – und ich vermute dass die Anderen ihn auch nicht mehr unbedingt parat hatten. Diskutiert wurde trotzdem und die Versammlungsleitung hat es nicht gestört. (siehe auch: BFFS Vorstandswahl 2018, Falten gehen

Auch das ist etwas, dass in der Serie die autokratischen Züge des Vorstands verstärken würde. Mir ist das allmählich zu einseitig. Aber mir ist ja auch die STAR WARS Reihe zu platt, in der die Bösen gesichtslos sind, schlechte Zähne haben, schlechter schießen, schlechtere Rüstungen haben und von sich selber immer sagen, dass sie die Bösen sind.

Überhaupt, die Versammlungsleitung im BFFS! Schlimm. Das würde ich in der Serie ändern. Entweder, dass die jedesmal aus der Menge der nicht vorstandszugehörigen Mitglieder gewählt wird, vielleicht sogar direkt ein Zweierteam. Oder man erfindet eine Art Speaker wie John „Ordah!“ Bercow vom britischen Parlament. Kult.

Geld!

Geld ist immer ein gutes Handlungselement. Auch in der BFFS-Serie kann es die Konflikte voran treiben, beispielsweise den zwischen oben und unten im Verband. Das ginge beispielsweise über die Mitgliedsbeiträge – im BFFS zahlen diejenigen, die mehr verdienen im Verhältnis weniger als die Armen. Hier zur Anschauung eine Tabelle:

In diesem Zusammenhang hier der Antrag von einer Hamburger Kollegin vom Februar 2019, der auf der außerordentlichen MV im Mai leider abgelehnt wurde (klick!) aber der für die Serie guter Stoff ist, vor allem auch die mitunter amüsante Diskussion des Antrags (könnte eventuell noch weiter zugespitzt werden).

Die Mehrheit der Mitglieder sprach sich gegen dieses vorgeschlagene Modell der Beitragsbemessung aus: 1% des Bruttojahreseinkommens anstatt der drei Beitragsgruppen. Unter anderem wurde kritisiert, dass bei 1% vom Brutto die Besserverdienenden ja höhere Beiträge bezahlten müssten. Und höhere Beiträge würden eine Mitgliedschaft für prominentere KollegInnen sehr unattraktiv machen. Man könnte doch alternativ vorschlagen, dass diese selber festlegen, was sie zahlen wollen, sozusagen als Spende. Es wurde auch angeregt, dass wir uns etwas überlegen sollten, was wir Besserverdienenden zusätzlich bieten können, um ihnen eine Mitgliedschaft bzw. einen Verbleib im BFFS attraktiv machen könnte (also über ALG I & Co hinaus). Der Solidargedanke scheint nicht zu reichen. Das sagen aber die Kleinen, nicht die um die es geht, die Promis.

Gewalt!

Ja, auch darf leider in fast keiner deutschen Fernsehserie fehlen. Also müsste sie auch irgendwie in die BFFS-Serie eingebaut werden. Vielleicht bei besagten Hahnenkämpfen im Vorstand? Es gäbe noch andere Momente – ich bin aber nicht der Meinung, dass unbedingt Gewalt rein muss, schon gar keine Toten. Dann doch lieber schwangere Frauen, die sieht man so selten im Fernsehen, und das könnte dann auch wieder ein Subplot werden (Schwangere Schauspielerinnen oder welche mit kleinen Kindern, kriegen die überhaupt noch Rollenangebote? Können sie drehen? Was ist mit Kinderbetreuung usw.).

Von offizieller BFFS-Seite gibt es einen Gewaltvorschlag, dessen Beschreibung mich aber nicht so überzeugt. Vielleicht weil er so weit von der Realität entfernt war, die Wortwahl zu platt, und die Storyline dann auch nicht konsequent durchgezogen wurde.

Und zwar gab es auf der letzten MV im Mai 2019 eine Intervention durch zwei Kolleg*innen. Sie fing ruhig an, sie kamen verspätet und relativ unbemerkt in den Raum wo die MV stattfind, es lief gerade die Diskussion über den Mitgliedsbeitragantrag. Die Kollegin bekam in dieser Diskussion das Mikro, sagte, dass sie nicht zum Thema sondern kurz (sie sprach von 3 Minuten) über etwas anderes sprechen wolle. Tatsächlich hatte sie zur MV einen Antrag zu Sondergagen gestellt, der aber nicht auf die Tagesordnung gesetzt worden war, sondern versteckt unter dem Punkt 12 vorkommen sollte. (tat er aber nicht). Sehr viel weiter als ein, zwei Sätze kam sie nicht, weil ihr der eine Vorstandsmann (bad cop) das Mikro wegnahm, es wurde kurz diskutiert, dann wurde die Situation heftiger, u.a. weil die beiden sprechen wollten und einige meist männliche Mitglieder ihnen das nicht erlauben wollten, denn „Man muss sich an Verhaltensregeln halten.“ Auch wieder gut für die Serie, denn wenn so etwas von Schauspieler*innen kommt hat es ja nach Genre etwas sehr Witziges oder es ist tragisch, bis entlarvend. Jene, die kreativ sein wollen, spontan, leidenschaftlich, die meinen, die bürgerliche Norm zu durchbrechen, die lassen jetzt eine Kollegin nicht mal drei Minuten sprechen über ihr Thema, das unser aller Thema sein könnte, weil das gegen die Verhaltensregeln verstößt. Kann man sich nicht ausdenken. Ich zumindest nicht. Ich hätte mir auch nicht die Beschreibung dieses Vorfalls durch Heinrich Schafmeister ausdenken können. Obwohl, allmählich schon, wo der fiktive Vorstand für die Serie konkreter umrissen ist. Er beschrieb diesen Vorfall auf so eine übertriebene, einseitige und diffamierende Art, dass ich wieder nur denken konnte, wie unfähig unser Vorstand ist, die „Kleinen“ zu verstehen und wie ungeeignet, sie zu vertreten. Die Kollegin war von einem Kollegen begleitet, der von der ganzen Situation sehr erregt wurde, auch als er mitbekam, dass die eher kleine Kollegin wohl u.a. von Vorständlern auch körperlich angegangen wurde, und dass man sie nicht sprechen ließ, sie noch nicht mal anhörte um zu erfahren worum es geht. Das verstieß ja gegen die Verfahrensregeln. Was auch immer die sind.

Und für wen auch immer die gelten. Denn Dazwischenreden haben andere die ganze Zeit gemacht, so wie sie Lust hatten, und oft genug auch länger als drei Minuten (Meyer und Schafmeister). Auch wenn sie eigentlich nicht dran waren. Doch zurück zu Schafmeisters Schilderung, er unterstellte den Beiden ein „wild schreiendes Stürmen der Sitzung“ (falsch. Das fand nicht statt, sie kamen ruhig rein, und die Kollegin hatte ja zunächst auch weil sie sich gemeldet hatte, ganz normal das Mikrofon erhalten). Er schreibt sie hätten Kolleg*innen bedroht. Das habe ich nicht mitbekommen, und kenne auch niemanden, der das bestätigt hat. Was ich gesehen habe, und was ich ziemlich dumm fand war, dass Schafmeister selber den Kollegen, der wie gesagt erregt war, gönnerhaft den Arm um die Schulter legte und wie ich fand herablassend mit ihm sprach. Als dieser dann „Fass mich nicht an!“ rief wurde Schafmeister auch laut. Und aggressiv. Kurzum, das war eine insgesamt heftige Situation, aber es gab eine Reihe von Mitgliedern – ich gehörte dazu – die die ganze Zeit gesagt hatten „Lasst sie doch reden!“, und die weder aus Angst vor Gewalt (Schafmeisters erster Bericht) noch aus Protest (der zweite Bericht, = Protokoll der MV) den Raum verlassen hatten. Im Gegenteil, nachdem die Kollegin schließlich sprechen durfte, und fertig war – es ging um Sondergagen! Ein Thema, das die Allermeisten betrifft – klatschten wir. Eine Minderheit. Aber laut hörbar. Das taucht in den offiziellen Schilderungen nicht auf. Achja, der Vorstand rief die Polizei. Gegen zwei eigene Mitglieder. Absolut unverständlich. Nach der MV gab es eine Mail eines weiteren Vorstandsmitglieds, in der der Vorfall auch sehr einseitig dargestellt wurde. Es war nur von Mitgliedern die Rede, die durch den Vorfall (äh, die Gewaltaktion?) stark erschüttert wurden. Und davon, dass eine Gesprächsmöglichkeit über den Vorfall angeboten werden sollte. Ich antwortete dem Vorständler (und fragte 2 Wochen später noch mal nach), u.a. dass seine Schilderung nur ein Teil der Wahrheit ist, dass ich es anders erlebt und nicht als Bedrohung empfunden hätte, und dass ich gerne auch zu dem Gesprächstermin über den Vorfall kommen wollte. Ich habe nie eine Antwort bekommen. Passte das nicht in die offizielle Narrative?

Achja, in dem ersten Bericht des Vorfalls war auch direkt wieder von möglichen rechtlichen Schritten die Rede. Geht es wirklich nicht anders? Drohen, einschüchtern, negieren, Dialog verweigern,…. Na gut, auch hier können wir einen Haken machen und die Szene natürlich umgeschrieben für die Serie nehmen. Sondergagen! Das längst überfällige Aufbegehren von Betroffenen! Und dann diese Reaktion des Vorstands (sie nannten es auch „narzisstisches Intermezzo“)! Was für eine Geringschätzung. Natürlich könnte man über die Art und Weise sprechen. Nur, wenn schon so viele Unwahrheiten verbreitet werden, so viel Diffamierung, und die Zustimmung zu den inhaltlichen Ausführungen verschwiegen wird, was hat das dann noch für einen Sinn?

Und vor allem: der Mitglieder. Mehrheitliche Akklamation für alles, was der Vorstand sagt, mehrheitliches Ablehnen aller unabhängigen Anträge, und dazu die vielen „Geht doch nach drüben!“ – ach nee, „Tretet doch aus, wenn es Euch nicht passt“ Zwischenrufe. Vielleicht etwas einseitig? Aber real. Mal sehen, was daraus in der Serie wird. Wobei, es sind ja oft eher Einzelne, die Veränderungen bewirken, oft gegen den Widerstand derjenigen, denen die Veränderungen zugute kämen.

Die Angst des BFFS vor starken Frauen

Kürzlich hörte ich einen Kommentar vom SPD Mitglied Susanne Gaschke zu u.a. dienenden Frauen für die Doppelspitze: Die Angst der SPD vor starken Frauen. Hier zum Nachhören und -lesen (klick). Könnte man ja auch eventuell für die Serie umschreiben und übertragen?

Schluss

Soweit bin ich aktuell ungefähr mit der Serienidee. Ein paar weitere Episoden gibt es schon. Ich bleibe dran.

 

2 Kommentare

  1. Liebe Belinde,
    danke, ich hab mich köstlich amüsiert!
    Danke für Dein unermüdliches Herumgraben in diesen Geschichten,
    das Herauszerren und Freilegen der Vorgänge!
    Danke, dass Du Dich in der Öffentlichkeit äußerst und Dich nicht einschüchtern lässt.
    Mir fällt das noch schwer. Immerhin habe ich es geschafft, eine der ellenlangen mails von Hans Werner Meyer nicht zu Ende zu lesen, mich als Empfänger von Monolog also verweigert. Aber seine Anrufe haben bewirkt, dass ich die seinerzeit die Unterschrift vom Offenen Brief zurück nahm. Das mach ich in Zukunft nicht mehr.
    Vorstand nach 3 Jahren wechseln. Sonst häuft sich zuviel Macht an!!!

    Mit lieben Grüßen und Wünschen
    Nina

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