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Gedanken einer Schauspielerin

6. Juni 2024
von SchspIN
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Vorhang auf für Bühnenmütter

Bereits vor elf Jahren, im zweiten Text von diesem Blog ging es um das Theater: Eine Blume auf der Bühne (22.1.13) Auch die zum Theatertreffen eingeladenen Produktionen habe ich mehrere Jahre beleuchtet (klick!), das letzte Mal allerdings 2016 – höchste Zeit das mal wieder zu machen, und vielleicht auch die eine oder andere Theater-/ Spielplananalyse.

Heute soll es um ein anderes Theaterthema gehen, die

Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Theaterbranche

  • Ein Verein
  • Ein Spagat
  • Ein Familiensiegel
  • Eine Pilotstudie
  • Ein Werkzeugkasten
  • Ein Maßnahmenkatalog
  • Ein Aside

Ein Verein

Ich freue mich sehr, dass es die Bühnenmütter gibt, einen 2021 gegründeten Verein, der „Bühnenkünstlerinnen mit Kindern“ unterstützt und vernetzt und sich „für familienfreundliche Strukturen in Theatern und kulturellen Institutionen ein(setzt).“

Ihre Webseite wird demnächst – wenn die ehrenamtlichen Aktivistinnen dafür Zeit finden oder eine unverhoffte finanzielle Unterstützung erhalten – optisch überarbeitet (hoffentlich gibt es dann auch eine Suche-Funktion!). Aber die Seite ist inhaltlich auch so wie sie ist eine Schatztruhe für alle, die an öffentlichen Bühnen oder in der freien Szene arbeiten. Und das neue Logo ist schon fertig.

Ein Spagat

Die Bühnenmütter beschreiben das Nebeneinander von Familie und Bühnenberuf wird als Spagat (klick!), Weiterlesen →

22. März 2024
von SchspIN
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Hör mal wieder Radio

Wen hören wir im Radio?

Lange her, in den ersten Jahren meiner Analysetätigkeit habe ich mitunter auch Radiosendungen untersucht. Zum einen war mir der Beitrag „Von der Polizei verhaftet – und dann?“ in der DLF-Kindersendung Kakadu vom 2.11.13 unangenehm aufgefallen, nachzulesen hier: Früh übt sich … . Außerdem habe ich von 2013 bis 15 das Radiofeuilleton IM GESPRÄCH, das Samstags von 9 bis 11 Uhr auf Deutschlandfunk Kultur gesendet wird, unter die Lupe – oder das Hörrohr? – genommen. Falls ihr die Sendung nicht kennt: das ist die Sendung von DLF mit Publikumsbeteiligung. Es gibt eine/n Moderator:in und ein bis zwei Fachleute, die sich über ein Thema austauschen, das Publikum wird per Anruf oder Emailbeitrag einbezogen. Mir war aufgefallen, dass sehr viele Experten und sehr wenige Expertinnen eingeladen waren. Dazu hatte ich vier Artikel verfasst:

Und ich hatte im ersten Jahr die Redaktion der Sendung darauf angesprochen, vielmehr angeschrieben. Es ist kein Problem, wenn es reine Männersendungen gibt, Aber immer wieder? DKultur meinte damals zu seiner Gästeauswahl:

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29. Februar 2024
von SchspIN
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Impulsvortrag: Wie läuft es in der Filmfamilie?

Am 19. Februar 24 fand der Kongress Empowered for Equality anlässlich von 10 Jahren Pro Quote Regie / Pro Quote Film am Rande der 74. Berlinale statt. Ich sollte einen Impulsvortrag halten und außerdem dem offiziellen Launch der von mir erstellten Webseite ffd PQF Familienfreundliches Drehen beiwohnen. Hier eine gekürzte Fassung meines 20-minütigen Vortrags:

Ich bin letztes Jahr von Pro Quote Film beauftragt worden, einen Maßnahmenkatalog zum Thema familienfreundliches Drehen zu entwickeln. Es sollten glaube ich acht Seiten werden. Aber sehr bald habe ich gemerkt, dass das so nicht viel Sinn macht, und habe stattdessen eine Webseite vorgeschlagen, weil man die einfach leichter ausbauen kann und mehr drauf passt und man besser verlinken kann. War etwas blöd das vorzuschlagen, da das Projekt dann immer größer und länger wurde! Aber jetzt ist die Seite tatsächlich fertig, und sie wird auch, wenn alles klappt, gleich an den Start gehen.

Wie läuft es mit der Filmfamilie?

Wir sagen ja immer, wir sind die große Filmfamilie und Familie passt aufeinander auf. Das ist sehr schön.

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31. Dezember 2023
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TATORTE 2023: The Michael Gaze

Seit ungefähr zeitgleich mit dem Fernsehkrimifestival im März 2020 (Fernsehkrimis – die Jury sind wir!) die Pandemie nach Deutschland kam ist es mir gelungen, allen Coronaviren aus dem Weg zu gehen. Aber in der Weihnachtszeit 23 war es leider soweit. Ich erspare Euch meine Symptom- und Unwohlseinsschilderungen, nur so viel: diese viel erwähnte Abgeschlagenheit ist nicht ohne, so dass ich viel von dem, was ich eigentlich dieses Jahr noch vorhatte nicht angehen konnte und kann. Dazu gehört auch ein Teil der Untersuchungen zum heutigen Thema TATORTE 2023. Entfallen müssen unter anderem leider die Analyse der 36 Hauptcasts und der Schauspieler:innen, die 2023 in verschiedenen TATORTEN und TATORT-Städten besetzt waren, eine statistische Auswertung der Mörder und Mörderinnen und Täter und Täterinnen (u.a. bzgl. Quantität und Alter), eine Betrachtung der Einstiegsbilder und des Zustand der „Einstiegsleichen“. Da ich den Artikel nicht ins neue Jahr mitschleppen möchte erscheint er heute, – stark verkürzt.

TATORTE 2023: Was tut sich hinter der Kamera.

Die nächsten sechs Abbildungen zeigen den 6-Gewerke-Check für die 2023 erstausgestrahlten 36 TATORTE, die Analyse #2von6, die Entwicklung in den drei Gewerken Regie, Drehbuch und Kamera von 2011 bis 2023 sowie die sechs Gewerke (zusätzlich noch Ton, Montage und Musik) für die Jahre 2018 bis 2023. Außerdem den 6-Gewerke-Check und die #2von6-Analyse für die 2023 erstausgestrahlten 8 POLIZEIRUFE.

Der Trend der letzten Jahre hat sich fortgesetzt: sowohl der Regisseurinnen– als auch der Autorinnenanteil sind mit 47,2 % bzw. 41,5 % auf einem Höchstwert angekommen. Ihr erinnert Euch vielleicht wie mehr Regisseurinnen TATORTE inszenieren durften aufgrund einer zunächst niedrig bei 20 % liegenden Zielvorgabe oder Absichtserklärung der Degeto, die nach und nach angehoben wurde? Und dass daran irgendwie gekoppelt die Autorinnen weniger wurden? (Stichwort: „Wir haben schon eine Frau im Team“). Erst als die Drehbuchautorinnen und zuvor natürlich dieses Blog dagegen angingen, die Zahlen auf den Tisch legten bzw. per Brandbrief das Gespräch suchten kamen langsam (wieder) mehr Autorinnen in dieses bestbezahlte Fernsehformat. Ebenfalls sei daran erinnert, dass ungefähr gleich viele Frauen und Männer an den Hochschulen in den Fächern Regie bzw. Drehbuch ausgebildet werden.

Wir erleben jetzt etwas ähnliches mit den Kamerafrauen. Mehr Regisseurinnen, mehr Autorinnen, und gleichzeitig sind an der Kamera Frauen  kaum noch vertreten, also noch seltener als in den Vorjahren. Ebenso bleibt es bei den niedrigen Frauenanteilen in Ton und Komposition. Lediglich Montage, also der Schnitt, kommt auf weniger als 40 % Männer. Weiterlesen →

17. September 2023
von SchspIN
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Erste Halbzeit 2023: 48 zu 44!

TATORTE Erste Halbzeit 2023: 48 zu 44

Ja, der Titel erinnert an ein außer gewöhnlich torreiches Handballspiel, aber tatsächlich geht es wieder einmal um TATORTE, mit aktuellen Zahlen und zwei guten Nachrichten.

6-Gewerke-Check 2023 Sommerpause

Die 23 bis zur Sommerpause erstausgestrahlten TATORTE haben einen gerundeten 48 % (47,7 %) Regisseurinnenanteil und 44 % (44,1 %) Autorinnen. Nicht schlecht!

In der Montage machen Editorinnen 2/3 aus, in 15 TATORTEN waren sie allein verantwortlich, in dem Wien-Fall WAS IST DAS FÜR EINE WELT gab es ein Schnitt-Duo, Karina Ressler und Philipp Bittner.

Weniger vielversprechend sind die Zahlen für die übrigen Gewerke.

Besonders die 13 % Kamerafrauen enttäuschen, in diesem Gewerk sind immerhin ein Viertel der Hochschulalumni weiblich, aber sie werden für TATORTE nur selten engagiert. Lediglich drei standen in den ersten 23 TATORTEN 2023 hinter der Linse – Julia Jalnasow (München: SCHUTZMAßNAHMEN), Christiane Buchmann (Saarbrücken: DIE KÄLTE DER ERDE) und Katharina Diessner (Köln: WIE ALLE ANDEREN AUCH). Auffällig, kein Regisseur arbeitete mit einer Kamerafrau.

Und es gab nur eine Filmtonmeisterin: Claudia Mattai del Moro, die ebenfalls bei DIE KÄLTE DER ERDE arbeitete. Peter Tielker war bei vier TATORTEN Filmtonmeister (Dortmund, Kiel, Schwarzwald, Zürich), Je 3 mal Matthias Haeb (München, Köln, Bremen) und Wolfgang Wirtz (Franken, Stuttgart, Köln). Weiterlesen →

31. Juli 2023
von SchspIN
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Familienfreundlichkeit und die Filmbranche

Dieser Text ist die gekürzte Fassung einer Keynote, die ich am 21.2.23 beim Familiengerechtes Drehen – der konkrete Kongress von Pro Quote Film gehalten habe. In dieser Form ist sie erstmals am 10. Mai im Blog Filmlöwin erschienen.
Zu diesem Thema hatte ich am 14.4.2014 Kinder, Kino, Karriere: wie familienfreundlich ist die Filmbranche? auf SchspIN veröffentlicht.

Belinde Ruth Stieve bei „Familiengerechtes Drehen. Der konkrete Kongress!“ von Pro Quote Film. Foto Sibylle Anneck

Familienfreundlichkeit und die Filmbranche

Hintergrund

Familien sind in der Film- und Fernsehbranche sehr beliebt – als Publikum, als Zielgruppe. Aber um diese Familienfreundlichkeit soll es hier nicht gehen, sondern um die Vereinbarkeit von Familie und beruflicher Karriere vor oder hinter der Kamera.

Die Erwerbstätigenquote von Eltern mit Kindern unter sechs Jahren in Deutschland zeigt, dass Väter zu 80 – 90 % arbeiten, egal ob sie ein, zwei oder drei Kinder unter sechs Jahren haben. Nur jede zweite Mutter geht in der gleichen familiären Situation einer Erwerbstätigkeit nach.
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20. Juni 2023
von SchspIN
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Neue Kampagne: #TauschdieAdjektive

Tausch die Adjektive! Ein Test

Vor ein paar Tagen erhielt ich einen Programmhinweis von Real Film Berlin / Studio Hamburg, es ging um den Sendestart einer sechsteiligen „Thriller-Serie“ auf Netflix. Diese heißt SCHLAFENDE HUNDE und basiert auf der israelischen Serie IKARON HAHACHLAFA עקרון ההחלפה von Noah Stollmann und Ori Weisbrod (2016), was in etwa als „Tauschprinzip“ übersetzt werden kann. Die deutschen Drehbücher stammen von Christoph Darnstädt.

Nun habe ich nicht gedacht „Juchuh! Endlich eine neue Krimiserie!“ oder „Supi! Endlich wird eine erfolgreiche israelische Serie neuverfilmt!“ (wir kennen beispielsweise schon HATUFIM חטופים / „Entführte“ und BETIPUL בטיפול / „In Behandlung“, wobei mir die Originalfassungen grundsätzlich lieber sind, aber das ist ein anderes Thema).

Nein, mir fiel die Kurzskizzierung der Hauptfiguren auf, die doch ein bisschen ärgerlich anmutet. Interessant wurde es erst, als ich die beschreibenden Adjektive der weiblichen und männlichen Rollen tauschte, und daraus entstand mein heutiger Vorschlag für eine neue Kampagne.

#TauschdieAdjektive

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13. Juni 2023
von SchspIN
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Dem Napoléon seine Frau, Alter!

Abzählvers
Gesine und die Einleitung
Ridley Scott’s NAPOLÉON-Film und das Alter von Schauspieler:innen
Napoléon et Joséphine
Die neue Verfilmung
Historischer Exkurs
Die deutschen Schauspieler:innen und ihr Alter
3 Jahre-Vergleich [Datenbank Filmmakers]

 Kaiser von Rom
Napoléon sein Sohn
der war noch zu klein
um Kaiser zu sein
Noch ein Stückchen weiter
auf der Himmelsleiter
Hier bleib ich steh’n
um alles zu seh’n
eins, zwei, drei!

Gesine und die Einleitung

Neulich war ich zum „Let’s change the Picture“-Podcast von Gesine Cukrowski eingeladen, Ihr könnt das Gespräch hier nachhören (Zu Gast bei Gesine Cukrowski #LetsChangethePicture). Darin erwähnte ich nebenbei die aktuelle Ridley Scott Verfilmung eines Napoléon-Stoffs, in der Napoleons erste Frau Joséphine mit der 30-jährigen Jodie Comer besetzt war und Napoleon mit dem 48-jähringen Joaquin Phoenix. Hinterher habe ich nachgesehen, ob die Dreharbeiten schon abgeschlossen sind, und bei der Gelegenheit erfahren, dass Joséphine umbesetzt wurde.

Im Interview erwähnte ich auch, dass es bei uns in jüngeren Jahrgängen mehr professionelle Schauspielerinnen als Schauspieler gibt, diese aber früher aus dem Beruf ,verschwinden‘ als ihre Kollegen. Diese Aussage stütze ich u.a. auf meine Altersauswertungen von Schauspieler:innen in der Castingdatenbank Filmmakers 2013 und 2017.

Um diese beiden Themenbereiche geht es in meinem heutigen Text.

Ridley Scott’s NAPOLÉON-Film und das Alter von Schauspieler:innen

Napoléon et Joséphine

Die neue Verfilmung

Der englische Regisseur und Filmproduzent Ridley Scott (85) führte u.a. Regie bei THE DUELISTS (1977, sein Langfilmregiedebüt, Buch Gerald Vaughan-Hughes), ALIEN (1979, Buch Dan O’Bannon und Ronald Shusett) und THELMA & LOUISE (1991, Drehbuchdebüt von Callie Khouri). Scott ist seit 2015 in dritter Ehe mit der 18 Jahre jüngeren kostarikanischen Schauspielerin Giannina Facio verheiratet.

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28. April 2023
von SchspIN
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Einfach und direkt: #2von6

#2von6 – Ansatz für die Branche

Am 1. April hatte ich auf Instagram die FFA-Meldung FFA setzt auf Beteiligung von Frauen, neue Förderrichtlinie in Kraft veröffentlicht:

und mit folgender Erläuterung versehen:

Die FFA verlangt ab der 3. Förderrunde 2023, dass die vorgelegten Projekte mindestens eine Frau „in den sechs maßgeblichen Gewerken“ beteiligen müssen. Ein kleiner Anfang ist gemacht, hoffentlich folgen die anderen öffentlichen Filmförderungen mit ähnlichen Vorstößen. Wobei, besser, wirksamer und geschlechtergerechter wäre mein Vorschlag #2von6.

Das war ein Aprilscherz. Die FFA hat noch keine derartige Maßgabe. Schade. Denn sie könnte etwas verändern, Produktionsfirmen, die ihre Hauptgewerke nur an Männer vergeben, müssten umdenken und sich nach Filmfrauen umsehen.
Und was war das nochmal mit #2von6?
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18. April 2023
von SchspIN
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Zu Gast bei Gesine Cukrowski #LetsChangethePicture

Lets Change the Picture – Interviewt von Gesine Cukrowski

Am Ostermontag war ich – als erst zweiter Gast! – zum „Let’s Change The Picture“-LiveTalk von Gesine Cukrowski eingeladen, den Ihr weiter unten nachhören könnt.

Gesine hat einen Nachnamen, den sie vermutlich ähnlich häufig wie ich meinen buchstabieren muss, und der auf Polnisch irgendwas mit Zucker heißt. Sie hat außerdem kürzlich gemeinsam mit Silke Burmeister von Palais Fluxx („Online-Magazine für Rausch, Revolte, Wechseljahre“) die Kampagne Let’s Change the Picture ins Leben gerufen – auf Deutsch in etwa: Lasst uns die Bilder verändern, oder etwas freier: verbessern.

Hierbei geht es um die unbefriedigende, klischeehaften Darstellung bis hin zur Abwesenheit von älteren Frauen im deutschen Film / Fernsehen. Wobei mit ,älteren Frauen’ Frauen ab 47 gemeint sind. Und dass das natürlich geändert werden soll – hin zu mehr Sichtbarkeit von Frauen ab 47 und deren wirklichen Geschichten.


„Es fehlen die Geschichten, die Frauen so erzählen, wie sie heute sind. Es gibt eine ganz eigene Film- und Fernsehrealität in Deutschland, die mit unseren gelebten Realitäten nicht so viel zu tun hat. Echte Geschichten von Frauen über 50 werden grundlos fürs Fernsehen auf die Frau Mitte 30 umgeschrieben. Das beraubt die älteren Frauen unserer Gesellschaft nicht nur ihrer Geschichten, es hat auch den Nebeneffekt, dass den gezeigten Frauenfiguren teilweise grotesk anmutende, weil viel zu umfangreiche Biografien angeheftet werden. Die wenigen Frauenfiguren 47+, die wir dann zu sehen kriegen, sind oft weit entfernt von unserer Lebensrealität und bedienen Stereotype, in denen wir uns einfach nicht wiederfinden.“ (Gesine Cukrowski)
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