SchspIN

Gedanken einer Schauspielerin

Noch mehr Morde: TATORT 21

| Keine Kommentare

Es wird die meisten nicht wirklich überraschen, dass ich kein großer TAT ORT-Fan bin. Dazu kommt, dass es seit der Eskalation von Russlands jahrelangem Krieg gegen die Ukraine im Februar 2022 so viele Nachrichten von ermordeten, gefolterten Zivilist:innen gibt, von vergewaltigten Frauen, verschleppten Kindern, dass ich nicht noch mehr – sei es auch nur fiktive – brutale Gewalt gegen Menschen sehen möchte.

Dessen ungeachtet sind gerade TATORTE ein guter Gradmesser für mögliche Geschlechterungleichgewichte vor und hinter der Kamera im deutschen Fernsehen, sie sind das 90-minütige Format mit den höchsten Budgets, dem größten Renommee und den höchsten gemessenen und hochgerechneten Einschaltquoten (die allerdings nicht unumstritten sind, aber das wäre ein Thema für einen anderen Tag). Und eine statistische Betrachtung geht auch, ohne die TATORTE gesehen zu haben.

Noch mehr Morde: die 33 TATORTE 2021

  • Regie, Drehbuch, Kamera, Ton, Schnitt, Komposition
  • Immer wieder gerne: tote junge Frauen
  • Die Polizeikriminalstatistik für 2020
  • Und die männlichen Opfer?
  • Die Kommissarin als Zielscheibe
  • Liebe Entscheider:innen

Von mehreren Seiten, soll heißen: von Filmschaffenden verschiedener Gewerke, bin ich in letzter Zeit auf die TATORTE 2021 angesprochen worden und wie es da mit der Frauenbeteiligung in den Kerngewerken aussieht. Deshalb hier und heute der alljährliche 6-Gewerke-Check:

Regie, Drehbuch, Kamera, Ton, Schnitt, Komposition

Nun. Der Regisseurinnenanteil ist weiterhin über 40 %, das ist eine gute Nachricht. 14 Regisseurinnen und 19 Regisseure kamen zum Einsatz, einer zwei Mal: Torsten C. Fischer mit DER TOD DER ANDEREN in Köln und DIE KALTEN UND DIE TOTEN in Berlin.

Gleichzeitig liegt aber der Autorinnenanteil schon wieder unter 20 %, was bedeutet dass vier Fünftel der beteiligten Autor:innen männlich waren. Sie sind diejenigen, die die Fälle ,erfunden‘, die Geschichten geschrieben und die Geschehnisse um die teils langjährigen Ermittlungsteams weiterentwickelt haben. Wie viel an der Ausrichtung und Vorgabe durch die Regie noch groß geändert werden kann ist die Frage, sofern sie nicht auch das Drehbuch geschrieben, daran beteiligt waren bzw. Umschreiberechte hatten. Und diese Zahl ist gar nicht mal so niedrig.

Vier Regisseur:innen waren alleinverantwortlich für ihre Drehbücher: Tom Bohn (HETZJAGD) und Martin Eigler (DER BÖSE KÖNIG), beide in Ludwigshafen. Petra Lüschow (WER ZÖGERT, IST TOT) in Frankfurt und Niki Stein (MACHT DER FAMILIE) in Hamburg. Koautor:innen waren Katharina Bischof mit Johanna Thalmann (LUNA FRISST ODER STIRBT) in Frankfurt, Dietrich Brüggemann mit Daniel Bickermann (DAS IST UNSER HAUS) in Stuttgart und Jan Martin Scharf mit Arne Nolting (DER REIZ DES BÖSEN) in Köln. Bei den übrigen 26 Tatorten gab es keine Überschneidung zwischen den beiden Gewerken.

Um etwas ausführlicher auf die Drehbuchsituation einzugehen: im ersten Halbjahr waren nur zwei von zwanzig Büchern von Frauen geschrieben, Elke Schuch schrieb RHYTHM AND LOVE (Münster) und Katrin Bühling DIE DRITTE HAUT (Berlin). Das sind zehn Prozent. Bis zum Ende des Jahres kamen fünf Autorinnen dazu, was erstmal klasse klingt, denn immerhin gab es im zweiten Halbjahr nur 13 Tatorte. Also knapp 40 %? Fast. Nur eben nicht wirklich, denn von den fünf Autorinnen schrieb nur Petra Lüschow (WER ZÖGERT, IST TOT. Frankfurt) ihren Tatort alleine. Vier TATORTE nur von Frauen, zwei weitere mit Frauenbeteiligung. Und auf der Gegenseite siebenundzwanzig TATORTE, die Männer erdachten, und ebenfalls zwei weitere mit Frauenbeteiligung. Macht zusammen 35. Nein, natürlich 33. (Tatsächlich versuche ich mich heute beim Schreiben etwas bei Laune zu halten, weil es so wenig Positives im Drehbuchbereich zu berichten gibt. Leider.)

Nur zwei Autor:innen schrieben an mehr als einem TATORT-Drehbuch 2021: Arne Nolting, gemeinsam mit David Sandreuter und Jan Martin Scharf, verfasste TÖDLICHE FLUT für Hamburg, und mit Jan Martin Scharf DER REIZ DES BÖSEN für Köln. Und Johanna Thalmann, die wie erwähnt mit Katharina Bischof LUNA FRISST ODER STIRBT schrieb, bildete für DREAMS in München ein Team mit Moritz Binder.

Wie sah es in den anderen Gewerken aus? Der Cinematographinnenanteil stieg erstmals seit ich 2011 mit diesen Auswertungen begann über 20 % mit sechs Kamerafrauen, Cornelia Janssen (HETZJAGD und BLIND DATE), Katharina Diessner (WIE ALLE ANDEREN AUCH), Judith Kaufmann (BOROWSKI UND DER GUTE MENSCH), Julia Daschner (LUNA FRISST ODER STIRBT), Leah Striker (UND IMMER GEWINNT DIE NACHT) und Bella Halben (ALLES KOMMT ZURÜCK).

Tonmeisterinnen gibt es 2021 nach drei Nullerjahren immerhin eine, Antje Volkmann – mit der ich auch schon mal gedreht habe! Sie schiebt den Frauenanteil auf 5,4 %, da sie bei zwei Dresden-Fällen tonmeisterte: einmal alleine (UNSICHTBAR) und einmal gemeinsam mit Erich Lutz (RETTUNG SO NAH).

Die Editorinnen kommen auf knapp 60 % und die Komponistinnen auf, äh, 4 %. Die Musik der 35 TATORTE wurde von zwei Frauen und 48 Männern komponiert: Iva Zabkar, alleinverantwortlich für VERSCHWÖRUNG in Wien, und Jasmin Shakeri in Bremen (NEUGEBOREN) gemeinsam mit dem Duo Beathoavenz.

Wie immer gibt es auch eine Rollenauswertung der Erstgenannten und der Hauptcasts, d.h. der auf der ARD-Webseite genannten Schauspieler:innen. Gute statistische Nachrichten: der Frauenanteil unter den erstgenannten Rollen, das heißt der jeweiligen Nummer eins auf der Rollenliste, beträgt 45,5 %. Und – noch erstaunlicher – der Frauenanteil im Hauptcast ist sogar 46,9 %. Da hat sich also einiges getan. 

Was diese Rollen machten und sagten weiß ich nicht, da ich die Drehbücher und die Filme nicht kenne. Allerdings liefert die ARD-Webseite zu jedem Fall eine Kurzbeschreibung der Handlung, und auf diese möchte ich noch abschließend eingehen.

Immer wieder gerne: tote junge Frauen

Die vermutliche Lieblingsleichengruppe von deutschen Krimidrehbuchautoren sind die „jungen Frauen“, also vielleicht 14- bis unter 25-Jährige. Dies sieht man immer wieder in TATORTEN und anderen Fernsehkrimis (siehe auch Krimis – Schauspielerinnen können mehr als Leichen spielen. SchspIN 12.2.2020)

In den Inhaltsangaben auf den ARD-Tatort-Unterseiten wird in vier der dreiunddreißig 2021er TATORTE das Mordopfer als „junge Frau“ beschrieben, dazu kommen zwei ermordete Frauen im Alter von 18 und 19 Jahren, die mit (Vor-)Namen und Beruf genannt werden. Die Sätze sind die ersten Sätze der Beschreibungen:

Nach einem Brand im Keller des Gerberzentrums, einer Hochhaus-Siedlung in Dortmund, wird die verkohlte Leiche einer jungen Frau gefunden.

Auf einer Brachfläche in der Nähe eines beliebten Kieler Clubs wird die misshandelte Leiche einer jungen Frau aufgefunden.

Alarm in Kiel: Bei einem Aufstand in der forensischen Klinik gelingt dem Frauenmörder Kai Korthals die Flucht aus der Sicherheitsverwahrung. (…) 2. Absatz: Dann findet sich am Ufer eines Sees die Leiche einer jungen Frau.

Wochenende in Berlin: Auf der Suche nach einer unvergesslichen Nacht ziehen Partygänger und Feierlustige durch die winterlichen Straßen. Eine junge Frau findet über eine Dating-App in dem Paar Dennis Ziegler und Julia Hoff eine passende Verabredung. Am nächsten Morgen wird in der Nähe von Dennis‘ Wohnung eine Leiche gefunden. Ihr Gesicht ist entstellt, sodass eine Identifikation unmöglich erscheint.

Die Schülerin Jessi (18) hat ein Date. Aber nicht in der Disco, sie macht sich auf in den nahe gelegenen Wald am Stadtrand. Kurze Zeit später ist sie tot.

Nach der Release-Party zu ihrem Debütroman wird die 19-jährige Autorin Luise Nathan tot aufgefunden.

Sechs von 33 Fällen, das sind ungefähr 20 %, also jeder fünfte Tatort. In der entsprechenden Polizeikriminalstatistik für 2020 – die für 2021 ist noch nicht veröffentlicht – machen Mädchen und Frauen von 14 bis 25 Jahren hingegen nur 6,6 % aller Mordopfer aus.

Eine weitere TATORT-Ermordete war unter 30:

Plötzlicher Herzstillstand mit nur 29 Jahren: Anna Schneider bricht am helllichten Tag auf der Straße vor ihrem Café tot zusammen.

Etwas älter eine andere ermordete Frau:

Vor vier Wochen sind die Mitglieder der Baugemeinschaft Oase Ostfildern in ihr Gebäude eingezogen und schon muss wegen eines Abdichtungsproblems das Fundament wieder aufgebaggert werden. Zum Vorschein kommt ein noch größeres Problem: eine nicht identifizierbare weibliche Leiche.

Die Beschreibung auf Wikipedia ergänzt, dass es sich um eine etwa 40-jährige Frau gehandelt hat. Im ähnlichen Alter vermutlich zwei weitere ermordete Frauen:

Susanne Elvan hat ihren Mann Tarek, einen verurteilten Gewaltverbrecher, über ein Brieffreundschafts-Portal während dessen Haft kennengelernt. Die Hochzeit fand noch vor seiner Entlassung statt. Als Susanne ermordet aufgefunden wird, ist Tarek erst seit kurzem wieder auf freiem Fuß.

Die Schauspielerin Neshe Demir war bei den Dreharbeiten 42 Jahre alt.

Anonym wird in den frühen Morgenstunden der Fund einer Toten in einer trostlosen Wohngegend gemeldet. Jana Gruber ist in ihrem Haus überwältigt und brutal getötet worden. Indizien deuten darauf hin, dass die Frau als Prostituierte gearbeitet und dass sie ein Kind hatte.

Erst „brutal getötet“, kurz darauf „Prostituierte“. Auch so ein klassisches TV-Stereotyp für tote Frauen. Die Schauspielerin Susi Ramberger war bei den Dreharbeiten ebenfalls 42 Jahre alt.

Die Polizeikriminalstatistik für 2020

Die folgende Abbildung zeigt die deutsche Wirklichkeit, und die Altersverteilung von ermordeten Frauen und Männern. Die mit Abstand größte Gruppe 2020 waren Frauen im Alter von 60 Jahren oder älter, sie machten 17,5 % aller ermordeten Frauen und Männer aus. Wie viele von ihnen wurden wohl Opfer häuslicher Gewalt, wurden von ihren Ehemännern oder ihren Söhnen umgebracht?

Die Mörder und Mörder:innen, oder wie es in der Statistik des BKA richtiger heißt, die Tatverdächtigen (das liegt vermutlich daran, dass die Prozesse und Verurteilungen noch nicht stattgefunden haben) waren zu 87,7 % männlich. Nur 12,3 % waren Frauen. In den TATORT-Inhaltsangaben werden verständlicherweise die Auflösungen nicht verraten, also kann ich nicht sagen, ob dieses Verhältnis sich auch in der Fernseh-Irrealität widerspiegelt. Ich glaube aber nicht. Vor Jahren hatte ich mal die Zahlen gegenübergestellt, und es kam raus, dass Frauen in TATORTEN viel häufiger als im echten Leben Mörderinnen waren und seltener als im echten Leben ermordet wurden.

Und es gab tatsächlich zwei TATORTE, in denen die weiblichen Mordopfer 60 bzw. 78 Jahre alt waren:

Im exklusiven Hotel Rheinpalais wird eine Frau erhängt in ihrem Zimmer aufgefunden. Oberflächlich deutet alles auf Selbstmord. Die Hauptkommissare Ballauf und Schenk haben Zweifel: Für sie sieht es nach einer brutalen Hinrichtung aus. Erste Zeugenaussagen weisen auf eine Verbindung zwischen dem 60-jährigen Opfer Kathrin Kampe und der Inhaberin des Hotels Bettina Mai hin.

Der verdächtige Treppensturz der 78-jährigen Fabrikantenwitwe Elisabeth Klingler ruft die Kommissare Franziska Tobler und Friedemann Berg auf den Plan.

Wenn ich die Inhaltsangabe richtig verstehe ist Frau Klingler einige Tage später an ihren Verletzungen gestorben.

Und die männlichen Opfer?

Die meisten ermordeten Männer werden in den Inhaltsangaben weniger unpersönlich eingeführt:

Während eines Einsatzes am Dresdner Elbufer wird der Rettungssanitäter Tarik Wasir im Fahrzeug mit einer Plastiktüte erstickt.

Als der engagierte „Rock gegen Rechts“-Konzertveranstalter Tillmann Meinecke erschossen aufgefunden wird, liegt der Verdacht eines Anschlags auf der Hand.

In einer luxuriösen Villa wird Unternehmer Hans-Konrad Chevalier tot aufgefunden – erschlagen und erschossen.

Ein Sommer in Wien. Es ist heiß. Zu heiß. Bibi joggt durch den Wald und begegnet dabei ganz zufällig einem hohen Beamten des Innenministeriums. Wenig später ist der Mann tot.

Zwangsräumung in Berlin: An einem kalten Novembermorgen muss Otto Wagner mit seiner Familie die Wohnung verlassen. Nach der Übernahme des Mietshauses durch Ceylan Immobilien wird es Stück für Stück entmietet. Erst im 3. Absatz: Als der Juniorchef der Immobilienfirma, Cem Ceylan, tot vor dem Haus liegt, hat die Berliner Mordkommission einen neuen Fall.

Ermordete Männer werden aufgefunden. Nicht: ihre Leichen werden gefunden.

Die Bundespolizei ermittelt gegen russische Waffenhändler, die sich als angebliche Hersteller von Landmaschinen eine perfekte Unternehmer-Fassade aufgebaut haben. Julia Grosz, gerade zur Hauptkommissarin befördert, leitet den Einsatz. Als der verdeckte Ermittler kurz vor der Aufdeckung der mafiösen Strukturen im Einsatz ums Leben kommt, scheint die ganze Aktion gescheitert.

Von seiner morgendlichen Jogging-Runde kommt der 28-jährige Nicolas Schlüter nicht zurück: Ein Auto hat den Polizeihauptmeister erfasst.

Die Ermittlungen in einem Mordfall führen die Münchner Kommissare Ivo Batic und Franz Leitmayr nach Dannerberg im Voralpenland. Dort hatte der Tote in einem Nonnenkloster zuletzt als Wirtschaftsprüfer zu tun.

Ein Ludwigshafener Kioskbetreiber wird brutal erschlagen.

In einer Mainzer Tankstelle wird der Tankwart erschossen – der zweite und dieses Mal tödliche Überfall innerhalb von zwei Wochen.

Im Hafen wird die Leiche eines Mannes gefunden. Liv Moormann und Linda Selb finden heraus: Der Tote war Arzt – und was für einer! Ein Gutmensch, ein Samariter, einer, der pro bono die Armen der Stadt behandelte, ein Helfer mit großen Idealen.

Ja, da wurde eine männliche Leiche gefunden, der Tote wird aber sofort erhöht. Er ist nicht Prostituierter oder Obdachloser. sondern was für ein Mann!

Und ja, es gibt auch gänzlich anonyme Männerleichen:

Kein Handy, keine Papiere, keine Kleidung: In einem Moorgebiet wird eine nackte männliche Leiche gefunden.

Die Bremer Polizei ist in Alarmbereitschaft: Kurz nach der Geburt wird das Baby von Sophie Völkers aus der Klinik entführt, viele Beamte sind an der Suche beteiligt, die Kapazitäten der Polizei nahezu ausgeschöpft. Da wird vor einem verlassenen Industriebau ein junger Mann tot aufgefunden.

Eine Mordserie erschüttert Frankfurt. Drei Männer werden per Genickschuss getötet, zwischen den Opfern gibt es keinerlei Verbindung.

Kommissarin Charlotte Lindholm reist privat von Göttingen nach Hamburg, um sich in einem Hotel heimlich mit einem Mann zu treffen. Doch der ist tot, als sie ankommt – und Charlotte Lindholm dringend tatverdächtig.

Die Kommissarin als Zielscheibe

Zum Schluss noch ein besonderes Ärgernis (sorry, Karin!). Damit meine ich nicht die Schauspieler:innen, die die TATORT-Reihe verlassen und deren Charaktere ermordet wurden. Sondern eine lebende Kommissarin, die Qualen erleiden muss. Konkret diesmal im Dresdener Fall UNSICHTBAR (Drehbuch Michael Comtesse). Ich hatte den Anfang der ARD-Beschreibung schon zitiert:

Plötzlicher Herzstillstand mit nur 29 Jahren: Anna Schneider bricht am helllichten Tag auf der Straße vor ihrem Café tot zusammen.

Weiter heißt es über das Opfer (nicht: die Frau) und die Kommissarin Gorniak:

Neben der psychischen Belastung litt das Opfer in letzter Zeit unter starken körperlichen Schmerzen. Jede noch so kleine Berührung ließ sie zusammenzucken.

Im 2. Absatz: Gorniak ist alarmiert: Auch sie hat seit einigen Tagen Schmerzattacken, die sie sich nicht erklären kann. Auch der Amtsarzt kann keine medizinische Ursache feststellen. Anna Schneider kannte sie nicht, aber könnte es eine Verbindung zwischen den beiden Frauen geben?

Im 4. Absatz: Es mehren sich die Anzeichen, dass auch Gorniak tatsächlich verfolgt wird. Sie erhält mysteriöse Drohanrufe und ihr werden immer wieder Videoaufnahmen zugestellt, auf denen Partyszenen von vor etwa 20 Jahren zu sehen sind.

Eine Kommissarin als Opfer, als Verfolgte, als Vergiftete – das gibt es nicht zum ersten Mal, und wieder einmal trifft es Karin Gorniak (Karin Hanczewski). Siehe auch meinen Blogtext vom 13.12.21 Starke Frau, Auf die Fresse!

Ich hoffe, Leiden-Müssen ist nicht ein auf alle Zeiten festgeschrieben Charaktermerkmal dieser Figur.

Liebe Entscheider:innen

wenn Ihr das nächste Mal einen TATORT gepitcht bekommt, Euch Euer Stammautor sein neuestes Exposé auf den Tisch legt oder ein:e Nachwuchsautor:in Euch ein Drehbuch zuschickt, und im ersten Absatz steht der Fund der „Leiche einer jungen Frau“, womöglich direkt im ersten Satz, dann lest nicht weiter sondern lehnt das Projekt ab. Danke.   

 


Edit 19.5.22

Aufgrund der mehrfachen Nachfrage ergänze ich heute noch eine Abbildung: den 6-Gewerke-Check für alle TATORTE 2011-21, der die Frauenanteile in Prozent für sechs Gewerke darstellt:

Eine bunte Abbildung, die die Frauenanteil für die sechs Gewerke Regie, Drehbuch, Kamera, Ton, Schnitt und Musik für 2011 bis 2021 darstellt

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.