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Gedanken einer Schauspielerin

17. November 2016
von SchspIN
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Grimmepreis: 7 Gewerke, 7 Jahre – German TV Award: 7 Departments, 7 Years

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7-Gewerke-Check der Nominierungen zum Grimme-Preis 2010 bis 16

Bereits in der Vergangenheit habe ich über die Grimme-Preis-Nominierungen geschrieben, beispielsweise in den Kunst oder Kommerz-Analysen (2012 Stab, 2012 Besetzung, 2013 Stab, 2013 Besetzung).
Warum ist eine Auswertung der fiktionalen Kategorie interessant, dieser zugegebenermaßen kleinen Gruppe von jährlich 14 bis 19 Filmen? Nun, der Grimme-Preis ist gewissermaßen das Äquivalent zum Deutschen Filmpreis, wobei die Fernsehauszeichnungen anders als die Lolas von Juries vergeben geben, denen die Filmliste einer Kommission vorliegt, die wiederum aus allen in ihrer Kategorie vorgeschlagenen Filmen ausgewählt hat. Gleichzeitig sind die Grimme-Preise ein Gegenpart zu den als erfolgreichst geltenden Fernsehfilmen, die über die – leicht dubiosen – Einschaltquoten ermittelt werden. Auf der Seite des Grimme-Instituts heißt es:

Mit einem Grimme-Preis werden Fernsehsendungen und -leistungen ausgezeichnet, die für die Programmpraxis vorbildlich und modellhaft sind. Leitziel der im Grimme-Preis institutionalisierten Fernsehkritik ist eine umfassende Auseinandersetzung mit dem Fernsehen, das als zentrales und bedeutsames Medium mit vielfachen gesellschaftlichen Bezügen und Wirkungen verstanden wird. In diese kritische Auseinandersetzung sind alle Themen und Formen des Fernsehens einbezogen.
(Hervorhebung durch SchspIN)

Die sieben Gewerke die ich heute untersuche sind Regie, Drehbuch, Produktion, Kamera, Ton, Schnitt und Redaktion (was eigentlich kein Gewerk ist); zusätzlich habe ich die erstgenannten Rollen und die Hauptcasts gendermäßig ausgewertet. Hauptdatenquelle sind die Seiten des Grimme-Instituts, etwaige Teamlücken (manchmal waren alle 7 Positionen aufgeführt, manchmal nur 2 oder 3) wurden über filmportal.de und crew-united.com gefüllt. Ich weiß nicht, wie die Team- und Besetzungslisten auf der Grimme-Seite zustande kommen, vielleicht wurden sie so von den Produktionsfirmen gemeldet.
Von 2010 bis 2016 waren insgesamt 119 fiktionale Filme mit im Hauptcast 614 Schauspieler*innen nominiert, die jährlichen Mittelwerte sind 17 Filme und 116,3 Schauspieler*innen. Die Größe der Hauptcasts schwankt zwischen 3 und 15 (nicht durch zusätzliche Recherche aufgestockt). Im Schnitt werden 6,8 Rollen pro Film genannt.

schspin_grimmepreis_2016

Fiktionale Grimmepreisnominierungen: Männerübergewicht hinter und vor der Kamera.

Frauen arbeiten auch in der heutigen [Weiterlesen – Read On]

14. Oktober 2016
von SchspIN
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Schauspiel und Fair Pay

Lohngerechtigkeit für Alle

Heute geht es um die Fair Pay Initiative für Gerechtigkeit auf dem Gehaltszettel und die Filmbranche, speziell um – ungleiche – Gagen von Schauspieler*innen. Und es geht um Gender Prämien GapGender Pay Gap und Status Pay Gap.

    • Prolog: Im 23. Jahrhundert – Männer und Frauen, Haupt- und Nebenrollen
    • Das FairPay Bündnis und die Frage der Transparenz
    • Gagendisparität in der Filmbranche
    • Das Gender Positionspapier des BFFS
    • Epilog: Im 21. Jahrhundert – Männer und Frauen, Haupt- und Nebenrollen

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31. Juli 2016
von SchspIN
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SchspIN in London

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Heute geht es um meinen jüngsten London-Aufenthalt, diverse Treffen mit Filmfrauen und eine neue Unterkunft für Künstler*innen im Nordosten der Stadt. Und es gibt viele Fotos.

London

London ist eine tolle Stadt, die ich früher regelmäßig besucht habe, allerdings leider zuletzt vor mehr als zehn Jahren. Deshalb gab es für mich viel Altes und Neues zu entdecken, und dazu noch die Nachwellen des kurz zuvor stattgefundenen Brexit-Referendums, –  wobei in London mit 60 % mehrheitlich pro EU gestimmt wurde.
Die meiste Zeit verbrachte ich mit beruflichen oder SchspIN-Treffen, die ja auf ne Art auch beruflich (Weiterlesen – Read On)

30. Mai 2016
von SchspIN
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Deutsches Kino 2015: Frauen machen Kostüme und Besetzung

Ich bin wiederholt gefragt worden, warum ich seit Februar nicht mehr beim Karaoke in meiner Stammkneipe war.
Ein Grund ist die Bekanntgabe der Top 100 deutschen Kinofilme 2015, der Filme mit den meistverkauften Eintrittskarten, durch die Filmförderungsanstalt FFA während der Berlinale. Seitdem werte ich sie in meiner Freizeit in Hinblick auf den Frauenanteil in 12 Gewerken bzw. unter den jeweiligen Hauptverantwortlichen aus. 

6- und 12-Gewerke-Check: Die 100 erfolgreichsten deutschen Kinofilme 2015 und ein Vergleich mit den Vorjahren

(Abbildungen am Ende des Textes)

100 Filme, 12 Gewerke – da sind eigentlich ja nicht so viel Filmleute und sie hätten eine öffentliche Namensnennung allemale verdient (und es würde nebenbei meine Auswertungen erleichtern). Aber sie sind meist in keiner der Branchendatenbanken – filmportal, crew united und IMDB – vollständig zu finden. Manchmal schwingt auch eine gewisse Komik mit, wenn beispielsweise für einen Film die 1. Aufnahmeleitung fehlt, aber Set-AL, Motiv-AL und die Assistenz der – nicht genannten – 1. AL aufgeführt sind. Die meisten Lücken kann ich aber glücklicherweise durch zusätzliche Recherchen auf  offiziellen Filmwebseiten oder per Nachfrage bei Produktionsfirmen füllen, und viele Caster*innen-Angaben stehen im Archiv vom casting-network.
In manchen Fällen bleiben Felder regulär leer, z.B. Kostümbild oder 1. Aufnahmeleitung bei Animationsfilmen oder  Casting bei Dokumentarfilmen. Allerdings gibt es in einigen Fällen dann wieder mehr als einen Eintrag, z.B. bei Produzent/innen und Drehbuch, bei Kamera oder Musik, so dass es am Ende vermutlich mehr als 1.200 Namen sind.
(Die Angaben in Datenbanken und anderen Quellen stimmten übrigens auch nicht immer 100 %ig überein, und trotz sorgfältiger Arbeit kann ich eigene Fehler nicht ausschließen, hoffe aber, dass sie sich in Grenzen halten, denn ich habe alles mehrfach nachgerechnet. Dennoch, alles ohne Gewähr!)

Mitten in meinen 2015er Auswetungen dachte ich dann es wäre nett, einen Vergleich zum Vorjahr zu haben, also habe ich nachrecherchiert, denn 2014 hatte ich weniger Kategorien untersucht (Die deutschen Top 100 Kinofilme 2014). Und für die Jahre 2012 und 13 (Komödie statt Krimi – die Top 100 dt. Kinofilme 2012) und Kein Jahr für Regisseurinnen: 2013). habe ich die bisher untersuchten 3 Teampositionen (Regie, Drehbuch, Produktion) auf 6 erhöht. Weiterlesen →

19. Mai 2016
von SchspIN
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Theatertreffen 2016: Fast Fifty-Fifty – A Gender-Balanced Theatre Festival?

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Aktuell, vom 6. bis 22. Mai, findet das 53. Theatertreffen statt, zu dem wie jedes Jahr die zehn bemerkenswertesten Produktionen der Saison im deutschsprachigen Raum nach Berlin eingeladen wurden.
Laut Theaterstatistik des Bühnenvereins gab es in der Spielzeit 2013/14 an 142 öffentlich getragene Bühnen, das sind Staats-, Stadt- und Landestheater, 1.435 Neuinszenierungen. Dazu kommen etliche weitere Bühnen, beispielsweise das Maxim Gorki Theater, die Berliner Volksbühne oder das Berliner Ensemble, die auch öffentlich gefördert werden, und natürlich die Bühnen im deutschsprachigen Ausland. Das bedeutete also ziemlich viele Theaterbesuche für die siebenköpfige Theatertreffen-Jury (1 F 6 M), bis sie sich auf die aus ihrer Sicht „zehn bemerkenswertesten“ geeinigt haben. (übrigens cool, dass es (Weiterlesen – Read On)

20. April 2016
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Drei mal Drei: Ein Rückblick – Three, Three, Three: Best Of SchspIN

SchspIN: Ein Inhaltsverzeichnis – SchspIN: A Register

English Version in BlackDeutsche Fassung in Blau.

Heute vor drei Jahren, drei Monaten und drei Tagen ging das Blog SchspIN online. Seit dem habe ich 85 Beiträge veröffentlicht. Am zweiten Geburtstag habe ich eine Zusammenstellung und Kategorisierung gemacht. Heute gibt es eine Aktualisierung.
Three years, three months and three days ago today the blog SchspIN went public. Since then I have published 85 texts.
On SchspIN’s second birthday I published a categorization of the texts, this is an update.

For readers old and new, here’s looking back on three years, three months, three days’ blogging, in an incomplete and unsorted way. Every text is (Weiterlesen – Read On)

14. März 2016
von SchspIN
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Neropa II: „Ja, aber….“ – Neropa II: „Yes, But….“

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Alles Neue, alles Riskante richtete sich immer gegen die Vorstellung von Qualität,  jede neue filmische Bewegung hat sofort gegen die handwerklichen Regeln verstoßen.
Jutta Brückner. Drehbuchautorin, Regisseurin, Produzentin. Quelle: Pro Quote Regie

Im Januar habe ich Neropa, meinen Vorschlag für mehr Geschlechter- und Rollenvielfalt auf Besetzungslisten, vorgestellt (Das Besetzungstool Neropa) und seitdem viele Gespräche über diese Methode geführt. Heute werde ich auf einige Gegenargumente eingehen. Außerdem wird es ein Preisausschreiben geben.
Zur Erinnerung: es gibt deutlich mehr Männer- als Frauenfiguren im Deutschen Film, im Deutschen Fernsehen. Die Frauenrollen weisen keine ähnlich breite Streuung (Weiterlesen – Read On)

19. Februar 2016
von SchspIN
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Die Berlinale und die Frauen – No Future without a Past?

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Die Berlinale und die Frauen – Keine Zukunft ohne Vergangenheit?

Am 18. Februar fand zum vierten Mal während der Berlinale eine Veranstaltung vom Internationalen Frauenfilmfestival Dortmund / Köln statt, wie im Vorjahr im Familienministerium BMFSFJ. Diesmal unter dem Titel:

NO FUTURE WITHOUT A PAST – Save Your Place in Film History! Wer entscheidet heute darüber, was wir morgen erinnern? Feminismus, Diversität & Filmarchive. (Weiterlesen – Read On)

20. Januar 2016
von SchspIN
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Das Besetzungstool NEROPA – A Casting Tool called NEROPA

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NEROPA – NEutrale ROllen PArität: Ein Weg zu mehr Rollenvielfalt

Das Beste an einem Film ist sich mit den Figuren identifizieren zu können.“
Geena Davis, US-amerikanische Schauspielerin. GDIGM.

„Ich glaube NEROPA würde ein hervorragendes Hilfsinstrument für die Verbesserung der Geschlechterverteilung bei Film- und Fernsehbesetzungen sein.
Es hat das Potenzial, besonders auch die Chancen für ältere Schauspielerinnen zu verbessern, deren Karrieren (Weiterlesen – Read On)

16. Januar 2016
von SchspIN
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DRadio Kultur und sein Frauenproblem – When will we get to see some Change?

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Heute ist der 16. Januar, mein Blog SchspIN wird 3 Jahre alt und im Hintergrund läuft das Radio: Die Sendung IM GESPRÄCH MIT HÖRERN, in der jeden Samstag zwischen 9 und 11 Uhr ein oder zwei Fachleute über ein aktuelles oder nicht aktuelles Thema mit anrufenden oder emailenden Hörer*innen diskutieren, hat heute das Thema: Flüchtlingspolitik – Wo liegen unsere Grenzen bei der Integration?

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